Power-Tour Bericht 2006

„Wissen was geht…“ – mit Otto Bock und Coloplast

Auch dieses Jahr wollen wir im Österreichischen Salzkammergut mal wieder neu definieren, was mit dem Rollstuhl alles möglich ist.

Raften, Bergtrekking, Caving, Paragliding – Schlagworte, die zu Anfang der Woche wie leere Gläser vor uns stehen. Und am ersten Tag geht`s gleich los mit dem Trockentraining für die Höhle in der Sporthalle. Beachtlich zeigt sich die “Krabbelgruppe” der Inkompletten, die mit siegessicherem Blick die Zugseile, an denen man sich entlanghangelt, links liegen lässt…

Am nächsten Tag sollen sie merken, dass die Krabbelei nur mäßig hilft. Ausgestattet mit Protektoren an Knie, Ellbogen und einem riesigen Polsterkissen unter dem Allerwertesten geht`s in der Höhle über riesige Geröllsteine. Der enge aber dafür flache sandige Schluchtgang steht unter Wasser und so muss eine Alternativroute gefunden werden, die es in sich hat. Der zweite Teil geht einen etwa 10 Meter hohen Schacht hinauf, der mit den Steigklemmen am Fixseil gemeistert werden muss. Im Licht der Stirnlampen dampft die Atemluft, die oft mit Flüchen und Stöhnen ausgestoßen wird. Am Ende des Tages ist jeder selbst ein wenig perplex, was wir hier gemeistert haben und in der Sauna schwitzt man den letzten Schlammrest aus den Poren.

Doch am nächsten Tag geht`s gleich weiter: Bis auf Ali haben alle ein Liegebike und in rasantem Tempo umrunden wir fast den ganzen Hallstätter See. Die Traun hat mehr als genug Wasser und mit dem großen Raftingboot geht`s die Stromschnellen runter. Eine heftige Staustufe muss „umtragen“ werden, und am Ufer stehen die Rollis für den kurzen Zwischenlandgang bereit. Kaum dass alle wieder im Gummiboot sind, reißt die Strömung das Raft schon wieder mit sich und da heißt es mit den Paddeln kämpfen, um auch in Strömungsrichtung zu bleiben.

Nach über 10 Kilometern auf dem Fluss gibts erst mal eine Pause, bevor wir mit den Bikes die 18 km wieder zurück zur Basis fahren.

Einige sind abends wirklich nicht tot zu kriegen und in der Sporthalle geht`s mit Basketball und Badminton noch bis 23.00 Uhr zur Sache.

Bergtrekking ist angesagt! Im Angesicht des Hohen Dachsteins sind heute knapp 400 Höhenmeter zu bewältigen. Martin Kensy von Coloplast ist heute auch mit von der Partie und sicher hat er nicht geahnt, dass sein harmloser Sponsorenbesuch so schamlos ausgenutzt wird. Frank spannt ihn gleich vor seinen Paramounty – der speziell von BeRollKa aktiv gebaute Trekking-Bob. Doch Martin Kensy lässt sich nicht lumpen und wir lernen kennen, was für ihn heißt, eine solche Tour wirklich zu unterstützen.

Das Wetter ist herrlich, die Aussicht lädt immer wieder zum Verweilen ein und ist die beste Ausrede fürs Verschnaufen. Am letzten steilen Berganstieg wartet Hüttenwirt Toni mit seinem Quad und oben gibt’s zur Begrüßung den legendären Zirbenschnaps, den einzigsten trinkbaren Saunaaufguss…

Abendrot und Sonnenaufgang am Berg werden zum unvergesslichen Erlebnis und statt einer Gondelfahrt ins Tal fliegen alle am nächsten Tag mit dem Gleitschirm im Tandem 1800 Meter abwärts ins Tal.

Die Sonne lacht, das Herz nach dieser Woche sowieso – glücklich und k.o. sagen wir den Bergen good bye – sie sind auf mit dem Rolli zu erleben!

Über den Autor

David Stähle

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