1. Dresdner Handbike-Halbmarathon

Hallo, Ihr Lieben!!! …ich war am vergangenen Sonntag (21.10.07) mal wieder für Euch unterwegs.

 

Im wahrsten Sinne des Wortes, nicht etwa zu einem netten kleinen Bummel auf eine Tasse heißen Tee, eine Banane oder einem sehr gesunden Müsli-Riegel – nein!!! oder vielmehr doch!? Jedenfalls wurden mir eben genannte Köstlichkeiten im Großen Garten zu Dresden aus gemütlichem Marktbüdchen versucht zuzureichen aber leider musste ich dankend ablehnen, weil ich schon beide Hände voll hatte. Nicht dass ihr denkt mit diversen Einkäufen oder so, nein mit der Kurbel meines Liegefahrrades.

 

Da soll mir doch mal einer vormachen, wie man ein Handbike fährt, wenn man in der rechten Hand einen Plastik-Becher “Heeßen” (wobei der Becher kurz vorm Schmelzpunkt stand) und in der Linken eine ungeschälte Banane halten soll. Jetzt ist es Eurer Fantasie überlassen, wie das denn ausgesehen hätte. Wie gesagt, ich bin nicht bummeln gewesen, sondern habe mich zum 1. Mal in den Wahnsinn “Halbmarathon” gestürzt!

 

Da ich grundsätzlich bei geplanten Event’s mit den Rehas nicht voraussetze, dass etwa doch mal die Sonne scheinen sollte oder eventuell früh am Morgen angenehme 15 Grad am Thermometer abzulesen sind…gaben wir uns also mit einer Außentemperatur von ca. 5 Grad und Regen, der diesmal zur Abwechslung auch aus Eimern geschüttet wurde, zufrieden. Ich hätte auch schwören können auf der Elbe in der Ferne Eisschollen gesehen zu haben!

 

Wie fast jeder Fahrer hatte auch ich eine (Sonnen)Brille auf, die aber den eigentlichen Zweck des ungehinderten Durchsehens nicht erfüllte. Sie war ständig angelaufen und ich war froh, dass wie aus dem Nichts plötzlich immer wieder Streckenposten auftauchten, um mir zu sagen: “Dass Du uns nicht vom Weg abkommst und nicht erst Blumen pflückst , sonst kommst Du zu spät zur …!” Aber das kennt Ihr ja. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass diese Tipps gar nicht “so von ohne” waren! Jedenfalls fuhr ich mein Einzel(kampf)rennen weiter und freute mich, dass das Ziel immer näher rückte. Dass sich die Posten nur noch wegen der paar Verstreuten auf der Strecke nasse Füße holten kam mir überhaupt nicht in den Sinn. Wenn es nach unserer “Super-Man-Group” (sozusagen dem Handbike-Winner-Trupp) gegangen wäre, wären sie nach 43 min schon wieder im Trockenen gewesen.

 

Obwohl mir doch zu Ohren gekommen ist, dass auch dort zum Teil im Blindflug gefahren wurde und das gleich zweimal, weil’s beim ersten Mal so schön war. Tja, auf Straßenbahnschienen musste man eben auch noch achten. Mir ist es wenigstens passiert, als wir aus dem Laden zum Rennen fuhren. Aber ich hatte sofort Helfer die mich aus dieser etwas peinlichen Situation befreiten. Na ja, also fuhr ich weiter in der Hoffnung bald am Großen Garten zu sein. Auch die Samba-Trommler konnten gegen mein plötzliches Gefühl, keine Arme mehr zu haben, nichts machen. Ich fuhr mittlerweile wie in Trance, aus dem ich abrupt durch einen Wadenkrampf gerissen wurde. Ich dachte schon, schlimmer kann es gar nicht mehr kommen. Aber es kam doch noch schlimmer! Nachdem ich die zweite Runde am Großen Garten begonnen hatte, sah ich auf meiner Strecke die Läufer!!! Na, prost Mahlzeit! Eigentlich hatte ich am Ziel große Presse und Vertreter des Veranstalters erwartet, aber denen ist es bestimmt zu kalt und zu nass gewesen, ich vermute mal deshalb sind sie schon immer mal gegangen. Muss man auch Verständnis für haben!

 

Dafür war die Begrüßung durch meine Rehas ums so herzlicher, dass mir so gar ein paar Tränchen entwischten. Wir haben uns auch gar nicht lange im Großen Garten aufgehalten. Ein super organisierter Shuttle-Service hat uns auf dem schnellsten Weg zu Vater und Mutter Scholze in die Hallen von Rehability gebracht. Die Beiden hatten schon zum Essen geläutet. Die heißen Getränke und vor allem die Suppe taten allen gut. Vielen Dank für diesen herzlichen Empfang!

 

Nach einer sehr zu Herzen gehenden Siegerehrung und dem Rückblick auf das Rennen, sind alle zufrieden über diesen gelungenen Tag nach Hause gefahren. Ich sage im Namen aller noch mal Dank, für die Super – Organisation, die liebe Betreuung und Unterstützung durch unsere Rehas und die vielen freiwilligen Helfer die im Regen mit uns litten und sich freuten, dass alle unverletzt und glücklich wieder im Ziel ankamen.

 

Bis demnächst

Eure Li-Mosine

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