Rolli-Kids-Trophy 2008

Tag 1

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Mike_-__4_Völlig neuartige Bedingungen finden die Actionsucher dieses Jahr in Obertraun vor: Sonnenschein und strahlend blauer Himmel begleitet schon die Fahrt nach Österreich und in den 2 Kleinbussen ist die Stimmung schon richtig fröhlich, zumal Sonja hinterm Steuer auch noch Geburtstag hat. Unterdessen laufen in Obertraun die letzten Vorbereitungen: Im Wald wird das Stahlseil für den Flying Fox über den Koppenwinkel-Fluß gespannt, die Paramounties, wie die speziellen Bergbobs genannt werden, und die Rollis gecheckt und parat gestellt

Und der legendäre 2 Meter große Pappmaché-Dachstein, den Jule mit einem ganzen Eimer voll Tapetenkleister aufstellt, bekommt das erste mal seit 4 Jahren warme Sommerluft. Sonst war er meist bis zum dritten Tag noch weich und feucht.

 

Allmählich trudeln die ersten Kids ein: Benno und Niklas kommen mit Geschwistern und bringen auch ein Elterteil mit, die 7 Obertrauner Kids kommen grad mit dem Fahrrad in 2 Minuten von zu Hause und als die Busse aus Weinheim eintrudeln sind alle komplett: 20 Kids zwischen 9 und 16 Jahren, 6 Betreuerinnen, im folgenden nur noch als Maskottchen benannt, und Bergführer Pauli werden in den nächsten Tagen eine Menge Spass erleben.

 

Gleich am ersten Abend werden alle in die Geheimnisse der Schatzsuche eingeweiht: giftig leuchten die kleinen „Energieschlotzer“ auf der Basis von Götterspeise, die mit einem gekonnten Zungenschlups aus den kleinen Gläschen geschlotzt werden müssen. Das gibt Kraft für die nächsten Tage. Bei anschließender Vorstellungsrunde wird so mancher Verantwortungsbereich gleich klar. Jedes Rolli-Kind hat ein Maskottchen, das Hilfestellung bei allem gibt, wo Unterstützung vonnöten ist: Anziehen, Toilette, Umziehen, Heimweh oder was eben gerade gefragt ist. Die Maskottchen sind auch für das gesamte Team da, denn manchmal verlangen knifflige Aufgaben Hilfestellung oder eine lange Treppe zusätzliches Zupacken. Und dann ist da noch Pauli, der „husige“ Bergführer, wie ihn die Einheimischen nennen, was soviel wie „sehr fleißig“ heißt: „ I bin dr Pauli, mei Hobbys san Kids-Trophys, i bin hier au fürs Wetter zuständig und ansonsten werd ich demütig alle Befehle von Jule ausführen..“ Wow, so etwas hört man immer gern und Paul wird sich in dieser Woche noch an seine Worte erinnern.

 

Aufgeregt wird dann der eigens arrangierte Sonnenuntergang begutachtet und der grandiose Gipfelblick zum Krippenstein mit Gipfelkreuz entlockt doch jemandem die Frage: „Ist das die Zugspitze?“ – Doch nur einer lacht da schallend raus:“ Quatsch – nee die Zugspitze ist doch im Schwarzwald!“ – Au backe – Pisa lässt grüßen.

Abends gibt’s schon wieder eine Premiere in diesem Jahr: die Trophy-Kids sind in ihren Zimmern und nach Zapfenstreich gehen doch glatt fast überall die Lichter von alleine aus.

Tag 2

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Mike_-__9_Sonnenstrahlen locken zum Frühstück und zum anschließenden Rolli-Race, bei dem alle Kids den holprigen Traunweg im Rolli bewältigen müssen. Die Teams wurden inzwischen eingeteilt und die Schlachtrufe schallen bereits durch den Wald. „Hot Wheelers“, „wilde Hühner“ und die „unbesiegbaren sieben“ kämpfen sich über Stock und Stein.

Klar im Vorteil natürlich die echten Rolli-Kids, die Ankipp- und Schiebehilfe leisten. Was vorher bei den Matten in der Halle so leicht erschien, ist nun doch für viele ganz schön schwer umzusetzen. Was für ein enormes Hindernis so eine blöde Wurzel und ein bisschen Kies sein kann, das hätten viele der Fußgänger-Kids nicht gedacht.

 

Nach einer Stunde ist die erste Teilstrecke erreicht. Wer keinen Rolli braucht, lässt ihn hier an der Jausenstation zurück, denn jetzt wird’s steiler und da heißt es mal wieder zusammen helfen. Als die Teams kurz darauf an den rauschenden Koppenbach kommen, ist dort doch tatsächlich die Brücke gesperrt – baufällig soll sie sein. Na ja, da hilft eben nur das weiter oben gespannte Stahlseil, mit Helm und Gurt ausgestattet wird jeder von seinen Teampartnern an Land über das rauschende Nass gezogen. Manch einer lässt einen Schrei los, mancher ist ganz ruhig und stumm, werden die Kameraden wohl auch das Seil nicht loslassen? Aber alle kommen gut gelaunt an anderen Ufer an und schon geht’s weiter zum nächsten Fluss, der ebenfalls ohne Brücke überwunden werden muss. Doch zum Glück ist das Wasser nicht so tief und am Ufer liegen einige Bretter und Holzblöcke, aus denen man prima eine Outdoorbrücke bauen kann, genau im Radabstand der Rollstühle. Die „Hot Wheelers“ kommen als letzte Gruppe an den Fluss und da die wilden Hühner noch die Brückenbauzutaten in Beschlag haben – müssen die „hot wheelers“ andere Kniffe anwenden. Kurzerhand werden die Schuhe ausgezogen – man kann ja schließlich auch durchwaten- aber Max schreit gleich laut auf. Bei 4-5 ° Wassertemperatur und schrecklich spitzen Steinen muss man die Zähne schon kräftig zusammenbeißen. Zumal Dominik mit seinem elektrischen Zusatzantrieb nun wirklich nicht nass werden darf. Gemeinsam sind wir stark heißt es und alle packen mit an und Dominik wird samt Stuhl wie mit einer Sänfte ans andere Ufer getragen, wo zuerst mal das Gefühl in den Füssen wieder geweckt werden muss.

Nach dieser Kneippkur meint man ja wirklich, eine deftige Brotzeit verdient zu haben. Aber auch die müssen die Teams sich erarbeiten. Jede Gruppe erhält von Pauli ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät und so muss jedes Team sein Lunchpaket erst einmal orten und im Wald finden. Mit kleinen Hilfestellungen sitzen bald alle fröhlich auf der Koppenwinkelalm mit den Leckereien der Sportschule ausgestattet.

 

Bei allen Teams hat sich schon ein tolles Gruppengefühl einwickelt. Und der ein oder andere erlebt auch persönlich noch eine kleine Premiere. Denn mit Rolli-Toiletten sieht’s hier schlecht aus, aber wozu ist man auf Trekking-Tour, wenn man nicht auch das Outdoor-Pipi-Abenteuer besteht. Für die Zukunft ohne Rolligerechte WC’s ist hier jeder nach der Tour gewappnet, denn Meike als Krankenschwester kann auch tolle Tipps für Rollikids geben.

Ein kurzer Spaziergang am Koppenwinkelsee führt zur Koppenrast und hier wartet auf wundersame Weise der große Anhänger mit den Fahrrädern und Handbikes.

Über fast ebene Waldwege geht es zurück ins Sportzentrum und vor lauter Begeisterung über den erlebnisreichen Tag saust Niklas mit Schwung in den Wald, was leider das Handbike mit einem Umkipper quittiert. Doch der Kratzer am Radhelm fällt kaum auf, da sind schon mehrere und die Beule an der Stirn wird von allen als „Heldenbeule“ bewundert. Da strahlt der jüngste Trophyheld bald schon wieder.

Tag 3

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Jule_-__78_Nach dem Frühstück geht’s mit den Bikes an den Hallstätter See, wo die Teams schon die Outside-Boote erwartet, immer zu dritt geht’s in ein Boot und jetzt wird der See unsicher gemacht. Das Geradeaus-Fahren ist gar nicht so leicht und die wilden Hühner drehen sich hühnermäßig dauernd im Kreis. Da muss von den Hot Wheelers doch etwas gruppenübergreifend geholfen werden – doch die Lästerei über Frauen am Steuer bleibt zum Glück aus. Auf der Rückfahrt wird auch noch ein Bojenschatz geborgen, aber ob das der Schatz von Obertraun ist, wagt jeder zu bezweifeln. Lunchpakete, Sonnenschein und eine voll Viertelstunde völliges Schweigen lassen die Mittagspause zu einem einmaligen unglaublichen Erlebnis werden, denn keines der Maskottchen hätte gedacht, dass 15 Minuten Schnabel halten machbar wäre, nicht bei den Kids und auch nicht bei ihnen selbst….

Am Nachmittag geht’s ans Werk und die Indianer-Tipis werden aufgestellt. Fast fertig stellen die Trekker jedoch fest, dass die Latten nun wirklich etwas zu kurz sind und daher das Cover nicht passt. Doch was wären wir ohne Pauli, der mit ein paar Seilen schnell eine Konstruktion erfindet, die vollendet schöne Tipis bauen lässt. Die Bettstatt für die Nacht ist fast fertig, doch bei Gewitter sieht’s übel aus und der Himmel macht’s ein wenig spannend. Zur Sicherheit werden die Tipis noch mit Planen überspannt, das müsste auch einem Schauer standhalten.

 

Doch das Abendessen muss auch heute verdient werden: Stockbrot machen ist angesagt, ein anderes Team muss Feuer machen mit einem Funkenstein, und die dritte Gruppe wird zum Holz sammeln geschickt. Für Getränke sorgt unser Sponsor Bionade, die mit etlichen Kisten das Durstproblem lösen – zum Dank erschallt lautes Indianergeheul am See.

 

Als es um 21.30 Uhr in die Tipis geht, braucht es im „Mädels-Tipi“ keine 15 Minuten, bis alle tief und fest schlaft, die Jungs kichern und ratschen noch eine Weile und benötigen doch noch die eine oder andere Ermahnung. Am längsten wachen die Maskottchen über die Kids, denn von Hallstatt kommt über den See ein bedenkliches Rauschen. Wind kommt auf und in den Bergen gibt’s mächtig Wetterleuchten. Die Trophy-Leitung ermahnt den Wetterzuständigen Pauli mehrmals, doch nach außen zumindest klingt er cool: „Das erhöht nur die Spannung…“ Doch auch er blickt dauern besorgt nach oben. Wenn ein starker Wind mit Regen kommt, werden die Planen nicht lange halten, das ist allen klar. Im Notfall steht der leer geräumte Anhänger parat, hier können zumindest alle Kids mal im Trocknen untergebracht werden. Aber wer will schon 20 friedlich schlafende Kinder wecken? Daniel ist auch mit von der Party: vor 4 Jahren war er bei der ersten Kids-Trophy noch Fußgänger-Kind und hat es sich jetzt nicht nehmen lassen für die Woche Urlaub zu nehmen, um als Helfer überall zur Stelle zu sein. Als mal wieder überall die Blitze zucken, meint Daniel gelassen: „ Die dahn bloß schwoaßn…“ Na denn, wenn’s weiter nix ist als Schweißer…

Doch Wetterman Pauli organisiert perfekte Spannung mit einem kurzen Schauer, viel Gefunkel am Himmel, aber um 2.30 Uhr nachts beschließen auch die Erwachsenen, dass es jetzt wohl vorbei ist mit der Gefahr.

 

Um 4.00 Uhr geht dann doch noch mal das Walkie-Talkie: Ein Schlafsack ist aufgegangen und der Insasse friert, Reißverschluss klemmt und bald ist aber wieder alles warm verpackt. Zur Sicherheit gegen ein wenig Heimweh und frösteln schläft es sich auch bei Pauli im Chefzelt am besten. Niklas weiß, was gut ist, denn als ihm doch „Fucking kalt“ ist (wie er bezeugt, stammt die Ausdrucksweise vom Papa), lädt ihn Jule kurzerhand als „Nachtgeschenk“ bei Pauli im Zelt ab, wo er mit einem Strahlen im Gesicht gleich weiterschläft.

Tag 4

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Mike_-__139_Und mal wieder gibt’s ohne Action nix zu essen: Zum Frühstück wird erst mal ins Sportzentrum geradelt. Alle haben prächtig geschlafen, die Erwachsenen sehen vielleicht ein wenig müde aus, aber die gute Laune lässt die Vorfreude auf den heutigen Tag noch wachsen.

Nach einem ausführlichen Frisch-Machen geht es mittags zur Gondel und auffi auf 2000Meter. Auch Gondelfahren stellt für den einen oder anderen eine Premiere dar, hunderte von Metern schaut man aus den neuen Glaskanzeln hinab und Jessica atmet tapfer ihre Höhenangst in Grund und Boden. An der Gipfelstation gibt’s seit neuestem auch einen Treppenlift – jedoch benötigt der für die paar Stufen derart lange, dass alle Angst haben, den Kaiserschmarrn, mit dem Moni auf der Lodge schon wartet, zu verpassen. Kurzerhand gibt’s die nächste Premiere als Kathrin und Benno zum ersten mal komplett alleine die 30 Stufen rückwärts mit dem Rolli runterfahren.

 

Der Schmarrn weckt wieder die Abenteuerlust und am Nachmittag geht’s noch zum Bogenschießen nach draußen, wo auf einem Altschneefeld virtuelle Ziele geschossen werden. Hierbei lassen sich perfekt gleich die Paramounties ausprobieren. Die müssen erst mal teamweise zusammen geschraubt werden, dann werden alle potentiellen Problemzonen abgeklebt und gepolstert, Füße fixiert, Gurte stramm gezogen, bis jeder satt im Bob sitzt und mit den Stöcken kräftig mit anschieben kann.

Damit man auch bessere Ziele hat, müssen zwei Gruppen aus Sitzschalen-Bauschaum erst mal ein Fabelwesen schaffen. Problematisch nur, da man nicht so genau weiß, wie schnell der Schaum hart wird, denn bei Temperaturschwankungen ist dieser chemische Hefeteig recht anfällig. Infolgedessen basteln die „Wilden Hühner“ ein eher schlabberiges Alien-Monster, was doch ein dickes Fabeltier mit Rüssel werden sollte. Die unbesiegbaren wollten gerade eben keinen Rüssel, doch nach dem Anmischen der Substanzen fängt der Matsch schon beim Ausgießen an zu quellen und zu erhärten. Ein seltsames Schlangentier entsteht, was eigentlich ein Schneemann werden sollte.

Aber die Hauptsache, nämlich der Spaß, ist immer dabei.

Unterdessen sind die Hot Wheelers schon wieder auf der Hütte und studieren ihren Krimi ein, den sie in den nächsten Tagen noch zum Besten geben müssen: Vorgabe war nur ein übergroßer Legostein und einige andere Details, die im Krimi vorkommen müssen.

 

Ein wundervoller Bergtag geht zu Ende, bei dem alle beim interaktiven Theaterstück vom Krippenstein Tränen lachen: die holde Maid Jessica wird vom Ding von Obertraun bedroht (Pauli) und vom Oberförster Dominik theatralisch gerettet. Mond, Bäume, Steine und zwei Partyhasen fehlen bei der Inszenierung nicht und das ganze wäre für ein größeres Publikum noch sehenswert.

Hier auf der Berghütte, wo wirklich nichts rolligerecht ist, müssen die Erwachsenen immer weniger helfen, denn die Teams sind bereits so zusammengeschweißt und helfen einander.

Tag 5

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Andrea_-__109_„PSST- die Butter“ – flüstert Sonja. „hinter der Kaffeekanne – total geheim“ kommt die raunende Antwort. Agentenfrühstück ist angesagt – alle sitzen mit ernsten Mienen und Sonnenbrille an den Tischen. Kein Agent – kein Frühstück. Die Kids stehen mal wieder voll unter einem Motto und haben riesig Spaß.

Nach dem Besuch bei den Huskys, die hier bei Moni auf der Lodge hausen, führt heute die Bergtour mit den Paramounties zu den „Five-Fingers“, ein Höhenweg geht um den Krippenstein und abwärts zu der Aussichtplattform. Auf Glasstegen kann man direkt über dem Abgrund hunderte Meter in die Tiefe schauen. Jessica will’s wissen, die Höhenangst will besiegt werden und sie sitzt mutig im Paramounty auf dem „Finger“ und blickt hinab. Vor lauter Konzentration und Nervosität verliert sie leider den Trekkingstock, der scheint erst eine Ewigkeit lautlos durch die Luft zu fliegen bis er tief unten mehrmals auf die Felsen aufschlägt. Das „Zong-Geräusch“ erklingt verzögert zu den Trekkern rauf und jetzt reichts Jessica endgültig, doch die Angst vor Höhe und Abgrund ist fast überwunden. So viel Mut belohnt Pauli mit ein paar Ersatzstöcken aus seinem Bestand.

Zurück zur Lodge geht’s ordentlich bergauf, alle legen sich mächtig ins Zeug, denn Pauli macht’s mal wieder spannend und lässt den Himmel dunkelgrau werden. Die Schweißerei wollen wir hier oben draußen nicht erleben. Ziehen, Stoßen, Schieben, Drücken – mit Kommandos geht’s besser und alle kommen trocken auf der Hütte an.

Nach einem aufregendem Gewitter-Erlebnis aus sicherer Hüttenperspektive geht es am Nachmittag zurück ins Tal und unter die Dusche. Nach dem Abendessen wird noch mal der aktuelle Punktestand ausgehandelt, doch bei so gutem Teamgeist fällt es fast schwer, unterschiedlich zu bewerten.

Der Pappmachee-Dachstein hat inzwischen eine Gondelbahn, diverse Pflanzen, Klettersteige, Bäche, Hundehütten, Tipis und einen Flying-Fox und er wird zu einem wahren Kids-Trophy-Symbol.

Tag 6

2008-07-28_-_Kids-Trophy_-_Fotos_Andrea_-__151_Und wieder lacht die Sonne vom Himmel und da haben die Trekker keine Chance mehr – der Höhlentag, sonst immer für den schlechtesten Wettertag ausgesucht; wird auch bei Sonne angegangen. Mit dem Radl geht’s zur Koppenrast und dort werden wir von Rudi, dem „Höhlenchef“ schon erwartet. Zu Fuß und mit Rolli geht’s den steilen Weg zum Höhleneingang neben dem ein reißender Bach aus dem Berg schießt. Overalls, Helme, Stirnlampen, Anseilgurte für die Rollikids und die ganze Mannschaft ist startklar für die Expedition unter Tage. Doch der breite Touristenweg lässt bald alles schwitzen, obwohl die Luft hier drinnen nur 5° warm ist. Denn ein Wirrwarr von Treppen hoch und runter, krumm und gerade verlangt wieder mal gemeinsames Kommando und Zupacken. Aber alle kommen gut in die Tiefen der Koppenbrüller Höhle, die wohl noch nicht komplett erforscht zu sein scheint. 1000 Meter Stein liegt über den Köpfen, tief unten rauscht Wasser und bei starkem Regen braucht es kaum eine halbe Stunde bis hier alles vollgelaufen ist… Tiere gibt’s soweit bekannt nur den augenlosen Höhlenkäfer der so bis 7 Metern groß werden kann, oder waren’s Millimeter? Doch aus der Tiefe kommt ein Gollum-ähnliches Schmatzgeräusch. Da ist doch was! Da bewegt sich was! Das muss erforscht werden. Über das Geländerhinweg wird in die Tiefe abgeseilt, wo das seltsame Wesen rumkrabbelt. Dort unten wartet auf die Teams die nächste Aufgabe: eine Höhlenmalerei verlangt das Höhlentier.

Die seltsamsten Wesen werden da mit Fingern und Farbe auf Pergament gebracht, damit man’s auch bei Licht später betrachten kann.

 

Nach 2 Stunden kommen alle geblendet wieder ans Tageslicht und da stehen direkt am Höhleneingang schon die Lunchpakete bereit. Aus den Lunch-Papiertüten lassen sich die tollsten Höhlenmonsterhüte oder – masken machen und bald werden unter Lachtränen die tollsten Höhlen-Trophy-Bilder geschossen.

 

Wieder im Sportzentrum angelangt steigt die Spannung, denn es geht auf den letzten Abend zu, werden die Teams genug gepunktet haben?

 

Doch vorher dürfen die „Wilden Hühner“ noch ihre Jonglage-Show zum Besten geben. Die Turnhalle wird zu einem großen Auftritt vorbereitet mit Matten und Zuschauerbänken. Perfekt choreographiert zu selbst ausgesuchter Musik erleben die Zuschauer mit Gänsehaut eine Show aus Tanz, Jonglage und Rollstuhlakrobatik. Begeisterter Applaus fordert die Künstler gleich zu einer Zugabe heraus. Der Start für einen gelungen Abend ist gemacht.

 

Noch einmal werden die Teams vor den Dachstein geladen, der jetzt als wirklich einzigartiges Kunstobjekt da steht. Und am Ende Woche haben tatsächlich alle Teams gewonnen, denn es herrscht Punktgleichheit und den Fackellichtern folgend entdecken die Schatzsucher eine richtige Schatztruhe, in der sich eine großes Kids-Trophy-Kuchenwerk versteckt.

 

Kuchen-Bionade-Abschluß-Party da wird gelacht und getanzt und dann präsentieren doch wirklich die Eltern noch den totalen Kids-Trophy Rap. Zum Rhythmus von „We will rock you“ klatschen alle so laut, dass man fast die einzigartigen Reimverse nicht versteht, die die Sonnenbrillen-Kapuzen da rappen.

 

Die Kids-Trophy nimmt einen wunderschönen Abschied.

Über den Autor

David Stähle

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