Kindercurling mit den „Mainhattan Ice-Wheelers“

Eissporthalle Frankfurt, Sonntag 6. März, 2011

Während auf der Außenbahn die Eisschnell-Läufer ihre Runden zogen, ging es von 9:00 bis 11:00 in der kleinen Eissporthalle in Frankfurt hoch her.

Auf Initiative der Frankfurter Rollstuhlcurling-Mannschaft „Mainhattan Ice-Wheelers“, einer Spielergemeinschaft der Eintracht Frankfurt, des RSC Frankfurt und des CC Schwenningen, waren alle Kinder im Rollstuhl eingeladen, das Curling auf dem Eis auszuprobieren. Besonders Uwe Raschke und Martin Schlitt hatten hierfür die Werbetrommel gerührt, unterstützt von Sponsor „Rehability“.


Ansgar, Yasmin und Can freuen sich schon darauf, auf dem Eis so richtig loszulegen.


Fünf Kinder im Rollstuhl im Alter von 5 bis 13 Jahren und ihre Eltern und Geschwister kamen vorbei, um auf dem von Andreas Hofmann präparierten Eis zu erleben, wie es sich anfühlt, einen Curlingstein über das Eis zu schieben.


Die 10-jährige Janina ist begeistert! Sie will unbedingt weiter Curling spielen!


Die Kleinen waren fast gar nicht vom Eis herunterzubekommen. Für die meisten von ihnen war es das erste Mal auf dem glatten Untergrund und sie genossen sichtlich das neue Fahr- und Bremsgefühl.

DRS-Fachbereichsvorsitzender Martin Schlitt hatte die 9kg schweren Kinder-Curlingsteine vom befreundeten Curling Verein CC Mannheim ausgeliehen. Die beiden Vorsitzenden Uwe Saile und Jürgen Beck waren sofort bereit, die Frankfurter bei ihrer Aktion zu unterstützen.

Die „Ice-Wheelers“ Martin Schlitt, Uwe Raschke und Wolf Meissner erklärten den Kindern den richtigen Einsatz mit dem Extender, einem Verlängerungsstab mit dem man die Steine über das Eis schieben kann. Außerdem wurden sie noch von Marion Jakob (Physiotherapeutin), Andrea Schlicker (Rehability) und Petra Schlitt (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) unterstützt.


Der 13-jährige Can (hier mit Uwe Raschke), der das Curling bisher schon immer im Fernsehen verfolgt hatte, sah seine Vorfreude bestätigt. Endlich konnte er es selber einmal erleben, wie es sich anfühlt, den Curlingstein ins Ziel zu schieben. „Echt cool!“


Linkshänderin Yasmin (7 Jahre) spielte mit dem 10jährigen Ansgar um die Wette und freute sich über jeden Punktgewinn.

Jan Patrick, der mit fünf Jahren jüngste im Bunde, konnte sich vom Eis gar nicht losreißen und schob unermüdlich seine Steine ins Haus.


Fast schon wie ein Profi: Jan Patrick (5 Jahre) klickt seinen „Extender“ ein und schiebt einen Stein nach dem Anderen in Richtung Zielkreis (House)


Auch die 10-jährige Janina zeigte sich sehr begabt und schaffte es schon nach kurzer Zeit, die Steine sehr gezielt in den runden Zielkreis zu spielen.

Während die Junioren eifrig spielten und sich schnell mit den „Ice-Wheelers“ anfreundeten, hatten auch die Erwachsenen Gelegenheit, einmal selbst das Curling auszuprobieren. Andreas Hofmann, 2. Vorsitzender der Eintracht Frankfurt Curlingabteilung, erklärte geduldig die Technik. Mindestens einer der Neulinge war davon so begeistert, dass er sich überlegt, in der nächsten Saison einmal bei den Fußgängern mitzuspielen.


Uwe Raschke und Martin Schlitt von den „Mainhattan Ice-Wheelers“ erklären dem Eintracht-Fan Can Gernand den richtigen Umgang mit dem Spielgerät.


Zwischendrin sorgten Kaffee, warmer Tee, Kuchen und Süßigkeiten für die notwendige Stärkung und Thorsten Gampe, Mannschaftsfotograf der „Mainhattan Ice-Wheelers“, hielt professionell das Sport-Event mit seiner Kamera fest.

Ein besonderer Dank geht auch noch an Dieter Henning, der im ausgebuchten Eishallenplan noch die zweistündige „Eiszeit“ ermöglichte.

Das Fazit beim gemütlichen Abschluß im Eishallenrestaurant fiel sehr positiv aus.

Alle Beteiligte waren mit Interesse und Begeisterung dabei.


Physiotherapeutin Marion Jakob zeigt den Junioren wie man den Extender richtig anlegt.


Die Kinder zeigten stolz ihre Anstecknadeln mit dem Rollstuhlcurling-Logo und die

Eltern waren sehr erfreut über die Initiative der „Mainhattan Ice-Wheelers“: „Im DRS-Magazin lesen wir immer von tollen Veranstaltungen in weit entfernten Städten. Schön, dass jetzt auch einmal in Frankfurt etwas angeboten wird. Das Curling ist ja wirklich für jeden etwas, ob im Rollstuhl oder nicht. Beim nächsten Mal bringt unsere Tochter ganz bestimmt ihre Freundin mit.“

Martin Schlitt zeigte sich von der Spielfreude der kleinen Gäste beeindruckt: „Es hat uns heute sehr viel Spaß gemacht und es würde mich sehr freuen, wenn es uns gelungen ist, den einen oder die andere für den Curlingsport zu begeistern.“

Über den Autor

David Stähle

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