
Kaiserwetter. 70 Mann am Start und die versammelte Spitze der Saison am Start. Was kann ein Stadtmarathon mit einigen Tausend Zuschauern, rheinischem Frohsinn an der Strecke und die Aussicht auf einen neuen Streckenrekord mehr anmachen als eine Horde Handbiker mit wenigstens ein bisschen Tourfeeling der Radfahrer?
Errol Marklein auf seinem wohl wirklich letzten Start (nachdem Berlin ziemlich in die Hose gegangen ist), Wim Declaire, Norbert Koch, Ferring, Jeffre, Merklein..... allen war klar, das wird verdammt schnell und wer nicht schnell genug die Deutz-Brücke direkt nach dem Start raufkommt, fährt hinterher. Da wird nicht viel mit Aufholen sein. Schon die Aufstellung um 10.30 Uhr jedoch gerät zur Katastrophe. Alle brav vom Warmfahren und den Anweisungen der Helfer gefolgt, standen bei der Ankunft am Start schon an die 40 Fahrer aller Kategorien und besetzten die vorderen Plätze. Was das für die Brücke bedeutet, war schon klar. Jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Aus der sechsten Reihe braucht man erst gar nicht vorne mitfahren wollen. Frust pur!!!
Start um 10.50 Uhr! Wer kann überholt an der äußersten rechten oder linken Straßenseite nur Zentimeter von den Straßenabsperrungen. Ein wenig verziehen oder abgedrängt werden und man hängt im Gitter schon nach 200 m. Da vorne muss die Post abgehen, also maximales Risiko. Aber was ist das? Der Trupp fährt mit 27 km/h die Brücke hoch, das schafft fast jeder, also bleibt der Tross bei der Abfahrt auch bei 45 km/h zusammen und sucht sich erst mal im Windschatten zusammen. Die rechts/links Kurvenkombinationen reißen erst mal die von außen toll aufgereihten Handbiker auseinander, aber hier haut erst mal keiner mehr ab. Selbst die dauernden Tempowechsel der Spitzenfahrer, allen voran der Libanese Malouf nerven und kosten echt Substanz, aber die 25 Fahrer bleiben zusammen. Jeder weiß, jetzt rausfliegen kostet die Aussicht auf eine gute Gesamtzeit und Streckenrekord ist angepeilt. Da will jeder so lange wie möglich mithalten.
Nach 10 km hört das Anfahren auf zeitweise über 45 km/h auf der Gerade oft nach Kurven immer noch nicht auf. Doch da ist eine Kurve falsch eingeschätzt worden von den Spitzenfahrern und plötzlich sieht sich an einer Linkskurve Vico Merklein vom Team Rehability plötzlich auf dem Warteplateau der Straßenbahn ohne Ausfahrt wieder. Statt auf den Bordstein aufzuprallen hat er sich für die "Auslaufzone" entschieden. Da stand er nun und die Meute rauscht an ihm vorbei. Dabei hatte sich Vico nach dem Rennen in Hannut (Belgien) vorgenommen, nicht dauernd die Pace zu machen und am Schluss das Nachsehen zu haben, sondern erst mal abzuwarten und Kraft zu sparen. Die war jetzt fällig, um den Abstand wieder einzuholen. Errol hatte ein Einsehen und das Tempo rausgenommen. Keine 5 km später war Vico wieder dran und mit im Spiel. Jetzt galt es erst mal auszuruhen und Energie zu sparen. Dazu hat er immer wieder den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen und die anderen gezwungen, die kleinen Lücken wieder zuzufahren. Clever und erfolgreich zugleich. So nach und nach wurde das Feld länger und länger. Nach jeder Kurve wurde das Tempo zuerst rausgenommen und dann wieder angespurtet, dass einer nach dem anderen zu kämpfen begann. Lücken wurden immer langsamer wieder zugefahren und dann passierte es auch schon. Nicht aufgepasst und die Lücke vor dem Vordermann nicht rechtzeitig erkannt. Zufahren oder eine eigene Gruppe bilden war die Qual ohne Wahl, denn jetzt ging es ums "Überleben".
Aus dem 25 Fahrertross waren schließlich 3 Gruppen entstanden, die jetzt versuchen mussten, nicht von der nachfolgenden Gruppe eingesammelt zu werden. Dazu kamen ganze Herden von Schweinen, nein Schweinehunde, die einem zusätzlich die Lust am Fahren nahmen. "Soll ich weitermachen oder aufgeben?". Oder "lass sie doch fahren, ich mag nicht mehr". Wer den Einflüsterungen seines mentalen Stallgenossen erlag, winkte den anderen zum Vorbeifahren. So ging es die restlichen 10 km wieder zurück nach Deutz. 3 km vor dem Ziel war jedem klar: wir müssen wieder diese verfluchte Brücke rauf. Aber diesmal mit knapp 40 km/h bitteschön, sonst braucht man sich gar nicht erst anstrengen. Also Gas rausnehmen. Keiner will mehr vorne fahren. Der erste ist der Esel, der den Rest nicht ziehen will. Da geht das Tempo schon mal auf groteske 25 km/h. Vorne hat sich Vico mit Malouf und Declair mit einem fulminanten Antritt von Spitzenfahrern wie Ferring, Koch (Team Rehability), Jeffre und Marklein abgesetzt und jetzt war klar. Vico als Liegendfahrer würde wenig Chancen am Berg haben gegen Declair. Der kann seine Knieposition am besten mit Druck an der Kurbel einsetzen.
Aber für einen langen Sprint reicht der Saft nicht. Zudem ist der Windwiderstand ein Problem ab 35 km/h. Also schon vor der Brücke die Kiste hochziehen auf 42 km/h und halten. Malouf fährt an und an der Brücke zieht Vico vor. Declair ist schon blau und kann gerade auf Höhe von Vico hochfahren. 40, 38, 35, 32, der Scheitelpunkt ist erreicht. Wim leicht vorne. Malouf hat sich verausgabt, der ist weg. Vico weiß, bergab ist seine Chance, da hat Wim keine Chance, aber der ist nicht blöd, bleibt zunächst hinter Vico am Hinterrad und nach der Zielkurve kann er neben Vico fahren. Beide sind am Limit und Wim wird zu erstenmal beim Zielsprint besiegt. Vico hat das Ding gewonnen und das mit einer fantastischen taktischen Leistung. Errol wird bei der Siegerehrung sagen: "Ich trete ab, aber eine Lücke wird es nicht geben, der Nachwuchs ist schon da". Wie wahr. Glückwunsch Vico.
Text: Michael Heil, Team Rehability
Bilder: Heinz-Arnold Becker 

Die Übernachtung im PremiereClasse war nicht erster Klasse... sondern in 6 qm drei Schlafplätze plus WC und Dusche innerhalb der 6 qm.. zum Glück hatten wir einen Beinamputierten, der seinen Körper ins obere Abteil des Stockbettes wuchten konnte... 5.30 Uhr am Renntag aufgestanden und das erste Klasse Frühstück bestehend aus Weißbrot, Marmelade, Nutella, alles was den Körper kurz wach macht, aber nicht lange anhält...
Start 11.30Uhr - Hügeliges Rennen - ca. 25 Teilnehmer - die ersten beiden Runden war das Feld fast geschlossen - die Kniebiker konnten trotz der für sie vorteiligen Strecke nicht ausreißen, außer van der Linden aus Holland, der sich schon in der ersten Runde absetzen konnte - alle anderen wussten aber, "den kriegen wir wieder!... ohne große Anstrengung." - in der dritten Runde wurde, dank der Liegebiker, das Tempo verschärft - Bernd Scheffre und Vico Merklein, die zwar nicht in einem Team sind, konnten trotzdem richtig gut zusammenarbeiten. - in der vierten Runde hat sich Vico Merklein abgesetzt auf 300 m - er wollte das Tempo nochmals anziehen, aber Cipinsky aus Polen hat ihn dann doch wieder eingeholt - wahrscheinlich, weil der Druck der Gruppe auf ihm lastete - Ende der fünften Runde waren alle wieder zusammen, ca. 12 Fahrer - wir fuhren das fünfte Mal über die Ziellinie, und jeder der da war wusste, in der ersten Linkskurve, gab es neuen Asphalt, der an den Reifen klebte - 2-3 Fahrer sah man schon mit einem Platten am Rand stehen und ich dachte noch, ich hab es geschafft, ohne einen Platten, - da kam das Geräusch, da ß es mir langsam aber sicher den Reifen aufschlitzte - ein Steinchen zwischen Reifen und Bremse hatte sich festgesetzt - es waren noch neun Kilometer zu fahren, und ich sah, dass ich auf meinen Slickreifen jetzt ein Profil hatte, bis auf das Gewebe - anhalten und nachschauen oder nicht anhalten und mit einem Platten ins Ziel, das war meine Wahl - so oder so hätte es mich Plätze gekostet - schlussendlich kam ich als vierter ins Ziel. Norbert und Bernd haben sich ebenfalls hervorragend geschlagen und haben in ihrer Klasse Plätze unter den ersten 3 belegt.
Als erwähnenswert möchte ich noch feststellen, dass es trotz besseren Wissens immer wieder Fahrer gibt, die ohne oder schon am Start mit beschädigten Auffahrschutz teilnehmen wollen. Bei Tempo jenseits der 40 km/h und auch schon darunter ist das lebensgefährlich für alle dahinterfahrenden Handbiker und führt immer wieder zu brenzligen Situationen. Leider war man in Berlin nicht so konsequent wie in Hannut, wo betroffene Fahrer disqualifiziert wurden.
Vico Merklein 



In seinem dritten Rennen hintereinander den ersten Platz in C1 zu erzielen ist ein Traumergebnis, das im Hinblick auf die WM 2006 im September nicht besser sein könnte. Beim EHC Lauf in Wien wurde wieder einmal die versammelte Weltelite auf einen Fahrer vom Team Rehability in die Schranken verwiesen. Kurz zum Hergang:
Es waren 9 Runden á 5,4 km zu fahren. Die ersten 5 Runden führten Bernd Jafre, Elmar Sternath und Vico Merklein. Die Kniebiker wollten das hohe Anfangstempo zunächst nicht mitgehen und ließen das Trio erst mal ziehen.
In der 2. Runde suchte Sternath aus Rosenheim sein Glück fuhr ein Loch von 200m heraus, die Kniebiker wollten wiederum nicht mitziehen, so mussten Vico und Bernd Jafre die Lücke wieder schließen. Das Ganze ging dann 3x so, bis Sternath einsehen musste, dass er nicht ausreißen konnte. In der 4. Runde gewann Vico auch noch die Schwalbe -Sprintwertung mit einer Radlänge.
In der 7. Runde war es dann endlich soweit. Vico sah eine Chance zum Absetzen und riss ein Loch von 300m. Ca. 100m vor der Ziellinie haben die C2 Fahrer dann doch im Teamwork einen Gang zugelegt und mit 8:34 min für eine Runde auch noch Rekordzeit gefahren. Ein alter Bekannter aus dem Trainingslager in Portugal, der Spanier Vincente Arzo-Diago siegte in überzeugender Manier, wobei der 2. platzierte Ferring beim Schlussspurt wegen Behinderung auf den 6. Platz strafversetzt wurde.
Norbert Koch erreichte im Verfolgerfeld als 9. das Ziel und überzeugte durch eine kämpferische Leistung, dass auch mit ihm zu rechnen ist. Bernd Jost als 3. der Tetrawertung machte den Erfolg des Teams rund.
Schnellste waren auf dem flachen Rundkurs einmal mehr die B-Fahrer Max Weber und Manfred Putz mit 1:25:34 Std.
Alle Ergebnisse hier 
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Beim Einladungsrennen in Lorsch/ Bergstraße, in der Heimat des Team Rehability waren nicht nur so namhafte Radsportler wie Erik Zabel, Andreas Klöden und Bobby McEwen am Start, sondern in einigen Vorläufen auch zum ersten Mal ein Rennen der Handbiker mit deutscher Bestbesetzung. Einige internationale Stars wie Monique van de Vorst und Eduard Mallouf aus dem Libanon, der schon bei einigen HCT-Rennen dieses Jahr vordere Plätze belegen konnte, sowie fast die gesamte deutsche Elite war am Start, um beim Rennen im Stadtkern von Lorsch, ein Rundkurs über 900 m mit teilweise haarsträubenden Kurven Werbung für den Handbikesport zu machen.
Vor allem die liegendfahrenden Handbiker befürchteten, von den Kurvenspezialisten sitzend oder knieend überrollt zu werden. So war klar, hier wird taktisch und vor allem auf den Geraden Tempo gefahren.
Die Veranstaltung mit nicht weniger als 10 tsd und später im Hauptrennen über 30tsd Zuschauern war in jeder Hinsicht ein gelungenes Beispiel hervoragender Unterhaltung. Und die Handbiker hatten ihren Anteil daran.
So startete das Feld nach Startschuß von Rudi Altig, dem Altweltmeister der Radprofis auf die Rundstrecke in zunächst verhaltenen Tempo, galt es doch, die Kurven im Pulk möglichst ohne Crash zu absolvieren. Als sich das Tempo mit einem Durchschnitt bei ca. 32 km/ h eingependelt hatte, war Vico Merklein, frischgebackener Sieger des Stuttgarter Zeitungslaufes der erste, der das Tempo anzog und als Liegendfahrer allen anderen Ambitionierten den Wind aus den Segeln nahm. Vortan waren 35 und mehr km/h, wohlgemerkt Durchschnitt auf zum Teil 270° Kurvenparcour zu bringen, um das Tempo mitzugehen, das ohnehin nur 3 Fahrer schafften. So waren Tobi Knecht vom Team Otto Bock sowie Eduard Mallouf und die Nochweltmeisterin Monique van de Vorst aus Holland, die dieses Jahr durch Krankheit und Verletzung kaum auftreten konnte, Vico auf den Versen und hielten respektvollen Abstand bis zum Zieleinlauf, den Vico bei lautstarken bis frenetischer Zuschauerbegeisterung als Sieger durchqueren konnte. Sein zweiter Sieg in einem Monat mit weltklassereifer Leistung - das läßt hoffen auf die weitere Saison und die Perspektive Peking.
Norbert Koch und Michael Heil, zwei weitere Fahrer vom Team Rehability rundeten das hervorragende Ergebnis ab, wie auch das Team mit über 10 Fahrern ein weiteres Mal das Gros des Teilnehmerfeldes stellte.

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Der Traditionslauf in Stuttgart, der als Halbmarathon zur NHC-Wertung zählt, war mit über 50 Startern und einem leistungsstarken Starterfeld wieder mal ein Heimrennen für die Fahrer aus Weinheim. Nicht nur das zahlenmäßig stärkste Team war am Start, sondern mit einem frischgebackenen Nationalmannschaftsmitglied, Nico Merklein und dem Aspiranten Norbert Koch gleich zwei Fahrer, die Ambitionen für die Weltmeisterschaften haben. Nachdem Vico vor einigen Wochen erst vom Sitzen in die Liegendposition gewechselt ist, explodieren seine Zeiten geradezu in Werte, die noch vor einem halben Jahr nicht vorstellbar waren. Und so fing das Rennen dann auch an. Vico und Norbert gleich von Anfang an in der Spitzengruppe, nach über 3 km noch immer über 40 km/h auf dem Tacho, gefolgt von Fiering, dem Überflieger aus Trier, Werkmann, Weltmeister noch aus dem letzten Jahr über die 180 Genfkilometer, Winni Sigg, Michael Heil und 4 anderen Topfahrern aus Tübingen und der Schweiz.
Die Strecke, anspruchsvoll mit vielen Hügeln, schnellen und zum Teil heiklen Kurven wurde bisher in etwa 37 min. bewältigt. Bei dem Tempo aber mußte der Streckenrekord wackeln. Und so war es auch. Merklein, Ferring und Koch konnten sich kurz vor dem Ziel absetzen und fuhren das Rennen unter sich aus. Merklein, der in den letzten Wochen vor Selbstbewußtsein nur so strotzte, zog denn auch im richtigen Moment den Spurt etwa 500 m vor der Zielgerade an, als Ferring offensichtlich Probleme mit der Schaltung hatte, Koch sicherte ab und so war der erste Sieg eines Team Rehability Fahrers bei einem renomierten Rennen gemachte Sache. In sage und schreibe 35.21 min. Wurde der Streckenrekord mehr als deutlich unterboten. Michael Heil, der zwischenzeitlich abreißen lassen mußte, überquerte mit Siegfried Weiß aus Ulm als erster in der Verfolgergruppe die Ziellinie, die dann auch ein Youngster kurze Zeit später sah. Sebastian Burger, erst 18 Jahre und Trainingspartner von Vico, profitierte von der konsequenten Trainingsleistung und kann sicher bald Anschluß an die Spitze finden, wenn er so weiter macht. Dominik Uhr-Blessing war zweiter in der Jugendwertung nur knapp hinter Lucas Zehnle.
Den Sponsoren des Teams, vor allem Sopur und BBraun konnte einmal mehr demonstriert werden, daß die Unterstützung auf fruchtbaren Boden fällt. Weiter so!!!
Alle Ergebnisse hier


Hofheim/Höchst.
Es gab eine überragende neue Bestzeit beim achten HK-Kreisstadt-Lauf. Mit dem Handbike war diesmal nicht Uwe Herrmann erfolgreich, obwohl auch er seinen im vergangenen Jahr aufgestellten Streckenrekord klar unterbot. Noch mit deutlicher Führung vor ihm kam Max Hauch ins Ziel, der die bisherige Bestzeit auf 20:15 Minuten schraubte und um mehr als drei Minuten verbesserte. Hauch, der in Wörrstadt wohnt und für das «Projekt Rehability» des Antoniushauses Hochheim an den Start ging, war zufrieden: «Es war sehr angenehm für uns, die Strecke war relativ einfach.»
Der Sieger hatte früh für klare Verhältnisse gesorgt. «Ich habe mich schon an der ersten Steigung kurz nach dem Start absetzen können», freute er sich. Dabei war die zehn Kilometer lange Strecke «ein gutes Aufwärmen» für seine nächsten Wettkämpfe. Er hat große Ziele: «Mittelfristig sind es die Paralympics. Ich fahre aber erst einmal im Juni zu den Europameisterschaften nach Tschechien, außerdem gibt es noch die HCT-Serie, bei der ich bei den Marathons in Köln, Berlin und Frankfurt starten werde.»
Die Siegerin bei den Damen, Meyrem Tatar war zwar als einzige Frau mit dem Rollstuhl unterwegs, das sollte ihre Leistung aber keineswegs schmälern. Schließlich hatte sie auch mit einigen Unannehmlichkeiten zu kämpfen und holte trotzdem das Letzte aus ihrem Körper heraus. Ein Materialfehler an ihrer Kette hatte sie weit zurückgeworfen, da die Reparatur mehr als zehn Minuten gedauert hatte. Ein Helfer an der Strecke hatte den Fehler behoben, auf dem letzten Anstieg vor dem Ziel krachte es aber ein weiteres Mal. «Die Zeit von etwas mehr als 37 Minuten ist also wenig aussagekräftig,» bemerkte Tatar, die sonst wohl locker mit den männlichen Kollegen mitgehalten hätte. (vho/awo)
(Frankfurter Neue Presse) 
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Beim Rennen gegen die Uhr sind andere Qualitäten gefragt als Windschattenfahren, Gruppentaktik und Motivation durch Teammitglieder auf der Strecke. Hier geht es darum, seine Kräfte so einzuteilen, daß auf der 21 km langen Strecke mit welligem Profil eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit durchgehalten wird. Dabei darf unter keinen Umständen beim vorausfahrenden oder überholenden Konkurrenten im Windschatten gefahren werden. Dies führt sofort zur Disqualifizierung. In Schenkon trafen sich denn auch die zur Zeit besten Handbiker mit wenigen Ausnahmen. Selbst so selten startenden Cracks wie Nitlitzbach und Ruepp nutzten den Heimvorteil und stellten sich der internationalen Konkurrenz. Für Team Rehability am Start waren Norbert Koch und Bernd Jost, die sich beide speziell auf dieses Zeitfahren vorbereitet hatten und in der EHC-Serie möglichst Punkte für das Endklassement sammeln wollten. In der Klasse C2, in der Norbert Konkurrenz wie Ziegler, aber auch die Holländer , Bruijn und Boufas sowie den zur Zeit stärksten Fahrer, den Belgier Declair als Gegner hatte, war sein Handicap gleich beträchtlich. Als Newcomer auf der Strecke mußte er als erster starten und bot so seinen nachfolgenden Wettbewerbern ein gutes Ziel, das es zu überholen galt. Wer als erster fährt, hat keinen Anhaltspunkt, wie der Rest der Meute fährt und so ist die Einteilung der Kräfte eine reine Gefühlsangelegenheit. Aber Norbert schlug sich wacker und verlor auf der sehr welligen Strecke mit Abfahrten bis ca. 60 km/h nur 2 1/2 min auf den Tagessieger Cefas Bouman. Als letztlich 7. wird Norbert in den nächsten Rennen später starten dürfen und hat dann die Meute vor sich.
Schnellster an diesem Tag war in der Klasse B Manfred Putz aus Österreich, der alle Fahrer, auch die C-Fahrer, regelrecht deklassierte. Die leidige Diskussion, das C-Fahrer mehr Vorteile gegenüber den B-Fahrern haben, ist damit wieder mal widerlegt worden. Auch in der Klasse C1 war der ebenfalls in Liegendposition fahrende Sieger Elmar Sternath mit 35 min immer noch zeitgleich mit dem Knieenden Cefas Bouman!!
Bei den Tetras hat diesmal unser Teammitglied Bernd Jost das beste Ende für sich behalten. Mit 1.04 war er um eine Minute schneller als der Franzose Versailie und fast 10 min. schneller als der Italiener Milanesi.
Glückwunsch Bernd 



Bericht: Yvo Escales / Fotos: Peter Stolla
Erschienen in: Handicapped Kurier (Ausgabe 03/2006)
Chaos pur beim diesjährigen Metro Group Marathon am 7. Mai 2006 in Düsseldorf. Zahlreiche Rollibiker beschwerten sich über die Ordner an der Strecke. Diese waren entweder miserabel vorbereitet oder befanden sich an diesem Sonntagmorgen noch im Tiefschlaf, so dass sie einige Handbiker durch falsche Handzeichen an Kurven in die falsche Richtung und in den normalen Straßenverkehr lotsten....
Hier könnt ihr den kompletten Bericht lesen

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