20.01.2012
20.01.2012
17.10.2011
So gemein sind die Götter
Michael Heil reist nach Persien und erfährt endlich, warum Treppen erfunden wurden. Für Rollstuhlfahrer gibt es in dem Land aber auch überraschende Erfolgserlebnisse.
Der Typ war mein Idol. Oder zumindest einer, dem ich es nachmachen wollte. 1983 treffe ich Massoud zum ersten Mal. Er ist nicht sehr groß, aber männlich. Muskulös und trotz Querschnittlähmung einigermaßen gut zu Fuß unterwegs. Er war der einzige, der einen Bogen mit 28 Kilogramm ziehen konnte, während sich Anfänger wie ich erst einmal mit 16 Kilogramm versuchten. Selbstverständlich traf er regelmäßig ins Schwarze, in die Zehn, während unsereins froh war, wenn der Pfeil nicht zischend in der Decke landete.
Massoud ist Iraner. Er war erst vor einigen Wochen in Deutschland angekommen. Als Angestellter des Energie-unternehmens ABB (das damals BBC hieß) war er in seiner Heimat mit dem Auto verunglückt, kurz bevor er die Pipeline erreichte, die er warten sollte. Schon seit vier Jahren herrscht in seinem Land Ayatollah Chomeini. Die islamische Revolution kennt Kopftuch und Kopfab, aber offensichtlich keine Rehabilitationszentren. Deswegen ist Massoud nun in Heidelberg-Schlierbach, in der Orthopädischen Klinik, wo er mir, einen gerade ausgelernten Polizeibeamten mit einem saublöden Skiunfall, nicht ausweichen kann.
Beide haben wir ähnliche Behinderungen, eine inkomplette Querschnittlähmung, die es uns erlaubt, kurze Strecken zu laufen. Er ist schon länger in diesem Krankenhaus und steht kurz vor der Entlassung, während ich das Reha-Programm noch vor mir habe. Als er geht, bleibt eine Freundschaft, die seit nunmehr fast 30 Jahren gehalten hat. Aber ich ahnte damals noch nicht, dass ich Massoud eines Tages die Erkenntnis verdanke, warum es Treppen gibt.
Ein Ingenieur im Rollstuhl hat es schwör
Massoud, mittlerweile 62 Jahre alt, hatte es zunächst nicht leicht. Jahrelang bot er in Deutschland vergebens seine Kenntnisse als studierter Ingenieur an. Zwischendurch dann auch noch die Scheidung von seiner iranischen Jugendliebe, die mit nach Deutschland gekommen war. Deprimiert kehrte Massoud alleine in den Iran zurück. Dort gelang ihm endlich der Durchbruch: Mit einem Partner baute er eine Im- und Export-Firma auf. Klug verstand es Massoud, weltweit komplizierte Zubehörteile für die Produktion von Pkw, Kühlschränken und vielen anderen Geräten einzukaufen. Das Unternehmen florierte. Seine Töchter ließ er in Australien studieren. Ihnen ist er gefolgt, mit seiner zweiten Frau kaufte er in Brisbane ein Haus. Dort hatte ich Massoud zuletzt 2008 besucht, von den Olympischen Spielen in Peking kommend.
Doch Massouds großes Ziel war es schon seit langem, mich in den Iran einzuladen. Am besten, sagte der Freund, fliegst du im März oder April, wenn die Bäume ausschlagen, alles in Blüten steht und das Land besonders zauberhaft ist. Aber ausgerechnet in dieser Zeit fallen stets mein Handybike-Trainingslager in Portugal und die Messevorbereitung für die Rehab-Messe in Karlsruhe. Also lädt mich Massoud dieses Mal zu einem Filmfestival nach Teheran ein, das im November stattfindet. Ausgerechnet wenn es im Norden von Iran, besonders in Teheran, schon richtig kalt sein wird, soll ich da runter?
Massoud gibt nicht auf. Er schickt mir zwei Kataloge. Die sind in Farsi – der persischen Sprache, die im Mittelalter so wichtig war wie Latein in Europa – geschrieben, für mich also so verständlich wie Hieroglyphen. Allerdings beeindrucken mich die Bilder, die von einer farbenprächtigen, prunkvollen und mystischen Kultur erzählen. Und Werke Behinderter zeigen, die herausragend sind. Das Spektrum der Urheber reicht von Blinden über alle möglichen Formen der Körperbehinderung bis zu mental Beeinträchtigten. Da ich derzeit eine Stiftung (Brave Art) gründe, die sich um die Kunst von behinderten Kindern und Jugendlichen kümmert, wäre eine Reise vermutlich eine sehr gute Gelegenheit, dieses Thema auch aus dem Blickwinkel anderer Kulturen zu beleuchten. Und wer weiß, vielleicht lässt sich ja mal ein Austausch von Talenten bewerkstelligen? Also sage ich zu, obwohl ich weiß, dass weder das Wetter noch die politische Situation ideal sein werden.
Ein beschissenes Image hat Iran bekanntlich schon seit der Machtübernahme der Ayatollahs. Mit der jetzigen Regierung wurde alles noch schlimmer. Abgeschottet vom Rest der Welt, ist Persien, vor 2500 Jahren noch das mächtigste Land der Welt, heute der international geächtete Schurkenstaat, der ein Outlaw-Dasein fristet. Allzu offenkundig scheint er alle möglichen Terrorgruppen zu finanzieren sowie Streit und Unfrieden zu produzieren. Touristen scheint man gerne etwas Abenteuerfeeling zu gönnen: Immer wieder hört man, dass Urlauber oder Handelsreise wegen kleiner Vergehen und vermeintlich anzüglicher Gesten mit dem Tod bedroht oder zumindest lange im Gefängnis festgehalten werden. Ganz offensichtlich, um in Verhandlungen mit ihren Herkunftsländern politische Zugeständnisse zu erpressen.
Ständig auflauernde Händler und unterdrückte Frauen
Auch ist der arabische Charakter eigentlich nicht so mein Fall. Ständig auflauernde Händler und Bettler sind mir schon in Ägypten und vor allem in Jerusalem im arabischen Teil der Altstadt dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich seither diese Länder meide. Eine Ausnahmen sind Dubai und Kuwait, in denen der Luxus keine fliegenden Verkäufer zulässt. Am meisten schrecken mich die Repression gegen Frauen ab, die nicht nur verschleiert sind, sondern auch durch die Scharia – das religiöse Gesetz des Islam – unterdrückt werden.
Aber was wissen wir wirklich über dieses Land? Massoud beschwichtigt mich: „Michael, wir sind doch keine Araber! Wir sind Perser! Wir sind ganz anders…!“ Ja, ja, denke ich spontan. Die Nachrichten berichten fast täglich nur über Atomprogramme und skurrile Auftritte des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der offensichtlich die Wahlen gefälscht und die Aufstände danach brutal niederschlagen ließ.
Muss ich alle möglichen Regeln und Rituale einhalten und wenn ja, welche und wie? Werde ich verhaftet, wenn ich einer der vielen Schönheiten Persiens versehentlich in den Ausschnitt schiele? Und was muss ich als Behinderter in diesem Land beachten? Es gibt keine offizielle Zahlen, wie viele Menschen im Iran – das mit 76 Millionen Einwohnern ähnlich bevölkerungsreich ist wie Deutschland (81 Millionen Menschen) – ein Handicap haben. Wie ergeht es Behinderten in Persien, das im Mittelalter weit moderner als Europa und in allen Dingen des täglichen Lebens der Maßstab war?
Ankunft Teheran, 2:30 Uhr. Massoud ist schon da und holt mich ab. Das lässt er sich nicht nehmen. Jetzt bin ich in seiner Obhut, und nichts wird ihn davon abhalten, mir zu zeigen, welch armselige Gastfreundschaft wir in Deutschland pflegen.
Stimmt irgendetwas nicht mit mir?
Und von Leerlauf hält Massoud auch nicht viel. Gleich am nächsten Morgen bringt er mich zu Mansoor Burjian, der wie Massoud und ich Rollstuhlfahrer und Unternehmer ist. Mansoor hat am 3. Oktober 2010 – zum Tag der Behinderten – das „AVA Disabled Film Festival“ organisiert, dessen Gast ich für die Dauer der Veranstaltung sein darf. Ich habe keine Ahnung, dass ich ein ganz besonderer Gast sein werde.
Begrüßt werden wir zunächst von Mansoors Mitarbeitern: von zwei männlichen Helfern und drei sehr attraktiven jungen Damen. Während uns die Jungs die Hände schütteln und wortreich auf Farsi Willkommen heißen, stellen sich die Frauen vor uns, etwa zwei Meter Abstand haltend. Sie deuten eine Verbeugung an – für mich etwas befremdlich baut sich eine Distanz auf, die merkwürdig erscheint. Liegt das an mir? Bin ich nicht ausgeschlafen? Hab ich vergessen zu duschen?
Nun, im Iran ist es, wie in anderen Ländern der Region, nicht erlaubt, Frauen in der Öffentlichkeit zu berühren, die Hände zu schütteln oder gar zu küssen. Auch nicht auf die Wange. Und auch nicht, als ich ein paar Geschenke aus Deutschland überreiche. Würde man diese Regel brechen, gehen vor allem die Frauen ein großes Risiko ein: Würden sie von den allgegenwärtigen Revolutionswächtern beobachtet, drohen Stock- oder Peitschenhiebe. In islamischen Ländern steht die „Tugend“ der Frauen ganz oben auf der Liste der schützenswürdigen Sitten. Zwischen Frauen und Männern gilt es, Sympathie oder Respekt ohne Berührung, durch Körpersprache und Augenkontakt, herzustellen. Und das wird im Laufe der Zeit zu einem beeindruckenden Spiel – bei dem, um es vorwegzunehmen, Rollstuhlfahrer klar im Vorteil sind…
In Mansoors Büro, wo ich über den Fortgang der nächsten Tage informiert werde, hört es sich an wie auf der Baustelle. Der Krach eines Schleifgerätes macht es sich schwierig, sich zu unterhalten. Dabei wird hier gerade ein Festival besprochen, das ein ehrgeiziges Programm hat: Aus 280 eingesandten Beiträgen wurden 40 Filme ausgewählt, die gezeigt werden, dazu gilt es, die letzten Details für eine begleitende Kunstausstellung sowie die Abschlussfeier zu organisieren.
Mansoor merkt, dass der Krach stört. Er entschuldigt sich, dass einer der Künstler an einer Skulptur arbeitet, die leider beim Transport seiner Werke zu Bruch gegangen ist. Der Künstler ist blind, und wenn wir wollen, könnten wir ihm kurz bei seiner Reparatur zuschauen. Ein blinder Bildhauer, der mit der Flex seine Figuren kittet? Kann das nicht jemand anderes besser machen?!
Ein Blinder, der glücklicherweise nicht verblutet
[singlepic id=588 w=320 h=240 float=left]Und tatsächlich: Da sitzt in einem Nebenraum ein etwa 45-jähriger hagerer Mann auf einem Stuhl, den Blick zur Decke gerichtet. In seiner einen Hand eine Art Demel-Schleifmaschine, in der anderen das abgebrochene Bein einer Pferdeskulptur. Um die Teile besser kleben zu können, schleift der Künstler in den Gips Riefen: die Stelle, die er bearbeitet, hält er mit zwei Fingern seiner einen Hand und dabei gleichzeitig einen zirka vier Zentimeter breiten Zwischenraum frei. Die andere Hand hantiert mit einer kleinen Flexscheibe, die mit ungefähr 8000 Umdrehungen arbeitet. Wenn er einmal abrutschen sollte, ist der Finger weg, und insgeheim suche ich schon Schnittwunden und Blutflecken auf dem Gipsteil. Aber Fehlanzeige. Der Blinde geht so sicher und unbeirrt mit dem Gerät um, dass ich unwillkürlich denke, der beherrscht seine Flex eben blind…
Abdol Khaleq Shahrokhi, 37, ist seit 2001 in ganz Iran vor allem für sein Pferd, das er gerade wieder auf Vordermann bringt, und seine Selbstportraits bekannt. Nach seiner Erblindung zeigen sie ihn von Lebensgroß bis Miniatur in den für ihn typischen Posen von tiefsinnig eingesunken bis mit körperlich und geistig aufrechter Haltung. Auch die Art und Weise, wie er das Material bearbeitet, ist so unverwechselbar, dass man ihn als Urheber seiner Skulpturen sofort erkennt. Eines seiner Werke soll denn auch am nächsten Tag in einem öffentlichen Park fest installiert werden. Wenn die Flex nicht noch ein Strich durch die Rechnung macht…
Nicht weit vom Büro liegt ein Park, in dem das Kunstzentrum beherbergt ist. Er ist – wie viele anderen Parks in der Stadt – eine einzigartige Institution, die es Männlein und Fräulein in aller Öffentlichkeit erlaubt, sich zu treffen, ohne einen Kodex zu verletzen. So sitzt man denn da und redet, picknickt oder liest sich vor. Je öfter ich in den nächsten Tagen hier vorbeikommen werde, desto mehr lerne ich den kommunikativen und die sehr intensive Atmosphäre dieser Parks schätzen. Hier gibt es keine oberflächlichen Bar-Smalltalks, keine plumpen Anmachsprüche oder aufdringliche Straßenverkäufer. Die habe ich übrigens im Gegensatz zu Ägypten nirgendwo angetroffen. Die ganze Atmosphäre strahlt Ruhe und Friedfertigkeit aus. Was für ein Kontrast zu dem Bild vom Iran, das deutsche Medien vermitteln.
A star is born…
Kaum im Kunstzentrum, wo die Ausstellung und auch das Filmfestival stattfinden, dämmert es mir: Ich bin nicht nur der Gast aus Deutschland, sondern werde wie der Star des Tages über einen imaginären roten Teppich geschleift. Wow! Weder als Künstler noch als Kunstschaffender, nur einer Einladung eines Freundes folgend, erhalte ich eine Aufmerksamkeit, die mir peinlich ist und auch ganz und gar nicht zusteht. Wie dankbar diese Menschen sind, dass wir sie nicht in Bausch und Bogen mit ihren politischen Repräsentanten gleichsetzen und wie Aussätzige meiden. Die Ausstellung überrascht durch ihre Vielfalt und Qualität. Künstler aus unterschiedlichen Kunstrichtungen haben sich in einem großen Raum versammelt und stellen ihre Werke vor. Beeindruckend. Doch auf dem Weg zurück zum Hotel werde ich zunehmend frustriert.
Teheran ist eine schrecklich hässliche Stadt. Ein Plan ist nicht erkennbar. Die Gebäude sind langweilig und gesichtslos. Der Verkehr ist immens, so dass zu bestimmten Zeiten gar nichts mehr vorangeht. Um dieses Problem in Angriff zu nehmen, hat man beispielsweise in einigen Städten Chinas für jeden Tag abwechselnd das Fahren entweder nur mit geraden oder ungeraden Kennzeichen erlaubt. So auch in Teheran. Damit will man Fahrgemeinschaften und öffentliche Verkehrsmittel fördern. Doch davon ist Teheran weit entfernt. Die Stadt steht unter einer ständigen Dunstglocke, Orientierung gibt es nur durch den Blick auf den Horizont mit dem Gebirge im Norden. Leider nur ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht englisch, und Konversation ist mit vielen ausschließlich eingeschränkt möglich. Aber bei der über 20 Jahre langen Isolation mit den USA als Lieblingsfeind der politischen Kaste ist das kein Wunder. Dafür ist den Einheimischen wenigstens die Freizügigkeit des Reisens gewährleistet – wer es sich leisten kann und ins Ausland eingeladen wird, darf ausfliegen.
Gegründet wurde die Stadt schon in der Jungsteinzeit um 942 v.Ch. Doch mehr als triste Wüste scheint die Umgebung des mittlerweile 14 Mio. Einwohner zählenden Molochs heute nicht zu bieten. Früher waren wenigsten beschauliche Weinberge - jawohl, jagdbare Gazellen und Löwen und das milde und kühlere Klima des Gebirges Grund für die Herrscher, im Sommer vorbeizuschauen.
1789 wurde Teheran Hauptstadt, man begann damit, Paläste für die Schahs zu bauen. Dorthin fahren wir heute. Erste Station ist der Alte Palast. Hier ist ein prachtvoller Raum nach dem anderen mit unterschiedlichsten Geschenken meist europäischer Königshäuser vollgestopft. Die Decken sind häufig mit Spiegelsplittern bedeckt, was eine erhebliche Wirkung erzielt. Alles erscheint wie in einem riesigen Diamantenladen. Es glitzert und strahlt wie irre. Dem modernen Palast des Schah Reza, dem letzten Herrscher vor den Ayatollahs, merkt man schon eine modernere Bau- und Lebensweise an.
Gleich ist allerdings das Bemühen aller persischen Dynastien, uns Rollstuhlfahrern das Leben schwer zu machen. Treppen sind ein Stilmittel, und davon kann es nicht genug geben. Ohne großherrschaftlichen Auf- und Abgang keine prachtvolle Hütte. Also sind selbst die von Soraya, der kürzlich verstorbenen Ehefrau des Schahs, die so westlich lebte, gestalteten Kunstsammlungen auf mehreren Stockwerken untergebracht. Zwar lockt dieses Mal ein Aufzug, der es Rollstuhlfahrern erlauben könnte, ebenfalls die Chagalls und Picassos sehen zu können, die selten auf Wanderschaft gehen dürfen. Aber natürlich funktioniert der Lift nicht, und Massoud und ich müssen unten bleiben. Das bemerken zwei „Aufpasserinnen“ der Sammlung und bieten uns, in schlechtem Englisch, an, uns die Bilder oben zu erklären. Das ist zwar liebenswürdig, aber natürlich Unsinn. Immerhin: Es stehen einige Fotographien vom Hussein-Fest in der nächsten Woche im Erdgeschoss auf dem Boden, und auf Nachfrage wird es endlich interessant.
Hussein – das ist der Mann, der entweder besonders töricht oder besonders mutig war. Nachdem der Islam, der auf Mohamed zurück geht, sich früh in Sunniten (Anhänger Mohameds) und Shiiten (Anhänger von Mohameds aufmüpfigen Schwiegersohn Ali) aufsplitterte, wollte auch Hussein, ebenfalls ein Verwandter des Islamgründers, nicht von der Weltbühne abtreten, ohne auf sich aumerksam zu machen. Er erfand seine eigene Glaubensvariante und wurde verfolgt. In der Wüste kam es zum Showdown, mit nur 40 Kämpfern versuchte Hussein, sich gegen geschätzte zwei- bis dreitausend Feinde zu verteidigen. Ein Angebot zur Aufgabe lehnte er ab, und so wurde er mit allen seinen Getreuen getötet. Während unsereins das möglicherweise nicht besonders schlau findet, sind die Perser begeistert: Hussein wird als mutiger Märtyrer und Vorbild der Revolution gesehen. Es gibt nicht wenige, die ihn als Pate für den Kampf gegen das Regime betrachten und die Festtage gerne als Fanal ansehen, endlich die ungeliebten Herrscher los zu werden.
Wenn das Kopftuch fällt, kann selbst die Pariser Mode nicht mithalten…
Massoud ist nicht nur Freund. Er lässt es sich nicht nehmen, Chauffeur, Dolmetscher und Reiseplaner zu sein. In sein Haus hat er anlässlich meines Besuchs Freunde und Verwandte eingeladen. An diesem Abend lerne ich die intellektuelle und ganz private Seite Persiens kennen. Wobei einige Dinge grundsätzlich sehr auffällig sind. Zum einen nimmt man es mit der Zeit nicht sehr genau. Verabredungen können durchaus auch mal 1 ½ Stunden verspätet stattfinden. Zu Hause fallen die offiziellen Zeremonien weg, also: Frauen und Mädchen werfen als erstes ihr Kopftuch in irgendeine Ecke. In den eigenen vier Wänden sind die Iraner keineswegs übertrieben dogmatisch: der rockähnliche Überwurf, nicht zu verwechseln mit dem Kaftan (der den ganzen Körper bedeckt) wird mit modernsten Abendroben getauscht, und man ist stolz, die Pariser Mode als eher altbacken und sich selbst viel avantgardistischer als die Europäer zu betrachten. Wenn das kein Selbstbewusstsein ist! Und was die Trink- und Essgewohnheiten angeht, so bin ich es, der aus Furcht vor einem schmerzenden Kopf das eine oder andere Getränk ablehnt. Daheim weichen dann auch die offiziellen Sprachregelungen einer präzisen, analytischen Betrachtung des Lebens im Iran, die Angst vor Repressalien scheinen vergessen zu sein. Selten hatte ich einen derart unterhaltsamen Abend und Themen, wie sie kontrastreicher nicht sein könnten. Keine Aussparungen, keine Dogmen, keine unfundierten Aussagen.
Am nächsten Tag kommt Sudabeh, Massouds Schwester aus Deutschland, nach Teheran. Wir treffen uns in dem Künstlerkaffee im Kulturzentrum, wo sich die geistige Elite tagsüber aufhält. Da Sudabeh und ich uns kennen, begrüssen wir uns wie in Deutschland, ehe Sudabeh merkt, dass das ja gar nicht geht. Ruckartig löst sie sich aus der Umarmung. Was ist los? Oh Gott, sagt sie, wir sind ja nicht in Deutschland, wenn das jetzt jemand gesehen hat, gibt es Ärger. Sie wirft dabei einen Blick auf die etwa 30 Leute im Kaffee, und alle haben den Faux pas mitbekommen. Doch schnell hat Sudabeh ihren Schreck überwunden: „Egal, was soll’s, sollen sie mich eben verhaften“. Sie beugt sich wieder zu mir für den in Deutschland obligatorischen Wangenkuss. Ich weiß nicht, ob ich den überhaupt noch will. Oh – jetzt muss ich schon auf die Reflexe anderer aufpassen, denke ich. Unwillkürlich fällt mir der Pfälzer Geschäftsmann ein, der vor einigen Jahren am Flughafen seiner persischen Freundin einen Abschiedskuss gab und für zwei Jahre hinter Gittern verschwand, während seine Freundin der Scharia übergeben wurde und Peitschenhiebe erhielt.
Dabei ist es im Iran richtig schwierig, in verfängliche Situation zu geraten. Beliebteste Begegnungsstätte, allerdings unter ständiger Aufsicht, sind die Parks. Diese sind entsprechend bevölkert. Im ganzen Land gibt es keine Möglichkeit, abends eine Bar, Kino oder Disko zu besuchen. Fehlanzeige. Bleibt nur der Besuch eines Restaurants. Und auch der sollte nicht zu spät stattfinden. Das Leben nach 21 Uhr findet fast ausschließlich privat statt, und wer keinen kennt, ist aufgeschmissen und versauert zu Hause oder im Hotel.
Abenteuer pur: Pfälzisch essen auf persisch
Abends will Massoud unbedingt mit mir und Sudabeh pfälzisch essen gehen. Natürlich in der persischen Variante. Den darauffolgenden Disput der beiden Geschwister auf Farsi verstehe ich nicht. Leider ist es schon nach 21 Uhr, als wir das Restaurant erreichen. Angeblich ist es eines der angesagtesten in Teheran. Das ändert aber nichts daran, dass es leer ist. Wir sind die letzten Gäste – und damit meine ich nur Massoud und mich. Sudabeh hat sich schnell verdrückt in den Kentucky Fried Fish und Chips und Essig Laden um die Ecke. Massoud meint, sie komme später, ihr schmecke das hier nicht so. Aha. Soll es ja geben. Ich mag ja auch kein Spinat.
Merkwürdigerweise steht in dem Restaurant nur ein großer, ungefähr 150 Liter fassender Topf. Ein Angestellter rührt die ganze Zeit in der darin befindlichen Suppe. Oh je, das kenne ich doch aus China. Da wirft man was rein, was man bestellt hat, und holt es bestenfalls exakt gesotten wieder heraus. Der Unterschied hier: Wir werfen nichts rein, es ist alles schon drin. Und die Wahl zwischen Suppe, verschiedenen Fleischsorten und Brot ist der, dass die Suppe aus der Brühe mit Fleischbeilage und das Fleisch aus drei verschiedenen Lammteilen besteht – mit Brühe.
Das Fleisch – von dem Massoud als seine Lieblingsspeise schwärmt – besteht aus Zunge, Wangenfleisch und den Lammzehen. Hä? Zunge, das ist eher Rainers Ding (Anm.d.Red.: der Rainer weiß schon, wer gemeint ist). Wangenfleisch, okay, aber die Zehen? Was sich rausfischen lässt, ist doch tatsächlich die vom Knochen abgezogene Haut mit den Zehen dran und sieht aus wie entbeinte Lammhaxen ohne Fleisch. Die Brühe reicht mir, und ich wünschte mir, ich wäre mit Sudabeh geflohen. Aber da muss ich jetzt durch. Ich darf Massoud nicht enttäuschen…
Das Filmfestival neigt sich dem Ende zu, und meine Starqualitäten sind gefragt. Ganz lässig lasse ich mich von Fotografen und Journalisten umschwärmen. Die warten nicht nur am Eingang auf mich, sondern auch oben in der Ausstellung – die man über einen Aufzug erreicht, der eigens für dieses Festival aus Italien importiert wurde. Ein Festival behinderter Künstler, das nur über Treppen zu erreichen ist, ginge gar nicht, nicht einmal im Iran. Auch bei der abschließenden Pressekonferenz, bei der man mich flugs zum Ehrengast ernannt hat, bin ich von Fotografen umringt. Ebenso viel Aufmerksamkeit gilt mir, als ich bei der Behindertentagung mit über 1000 Delegierten, die in einem benachbarten Kongresssaal stattfindet, auftauche, und auf der abschließenden Festival-Preisverlehung. Überall Fotografen – und alle Umstehenden, Männer wie Frauen, wollen mit mir, dem vermeintlichen Superstar aus Deutschland, auf dem Foto sein. Und so langsam werden die Frauen immer aufdringlicher…
Vorteil Rollstuhlfahrer – so klappt es mit zarten Annährungsversuchen
Allerdings gilt leider immer noch: Bei der Begrüßung kein Küsschen und kein Körperkontakt! Bei der Verabschiedung auch nicht. Aber irgendwie hat Mohamed vergessen, dass seine Nachfahren irgendwann einmal das Gruppenfoto erfinden würden – und da muss man ja wohl zusammenstehen. Und damit alle aufs Foto passen, kommt man sich eben näher – auch im Iran. Weil im Rollstuhl die Höhe etwas begrenzt ist, die jungen Frauen aber durchaus Gardemaß haben, landet deren Hand eben unweigerlich auf meine Schulter und meine auf der Hüfte – oder knapp daneben, also meist darunter. Mohamed möge mir verzeihen.
Die Mädchen stehen Schlange, und die Jungs wollen jetzt auch auf das Foto (aber wohl eher, um selber die Hand um irgendeine Hüfte legen zu dürfen). Der Auflauf wird immer größer, bald hab ich zwei Damen im Arm. Das bleibt nicht unbemerkt. Massoud sagt: What a lucky man! Jeden Moment erwarte ich, dass ein Rächer mit einer Kalaschnikow hereinstürmt. Stattdessen aber die Krönung der Ereignisse: Mehrere Damen sprechen mich höflich auf Farsi an. Verwirrt schaue ich Massoud an. Er übersetzt: Sie fragen Dich, ob sie Dir die Hand schütteln dürfen!
Beim Herausgehen stutze ich: da wird Werbung für den italienischen Lift gemacht. Am Festivalgebäude hängt ein etwa 2 x 3 Meter großes Plakat. Und wer grinst von dort aus ins Publikum? Der Autor dieser Zeilen, der nicht im Traum daran dachte, je mal, und das in so kurzer Zeit, ein Posterboy zu werden…
Vor diesem Grinsen muss man flüchten. Am besten gleich am nächsten Tag nach Isfahan, die 23 Kilometer südlich von Teheran gelegene älteste und wohl schönste Kaiserstadt des alten Persiens. Isfahan ist tatsächlich etwas Besonderes. Am Kreuzknotenpunkt der Seidenstraße, die aus China über Afghanistan nach Persien führt und in den Metropolen am Mittelmeer auf die Verschiffung der Waren nach Europa endet, sind die Karawanen mit bis zu 250 teilweise schon monatelang unterwegs gewesen.
Zum Schutz hat man damals Karawansereien gebaut, die gigantische Ausmaße haben. Eine von ihnen wurde vor 30 Jahren zu einem Hotel umgebaut. Es beherbergte seither Herrscher und Präsidenten wie Clinton, Queen Elisabeth sowie Schauspieler, Sportler und… uns. Das habe Massoud zu verdanken, der bereits alles vorbereitet, die Rechnung vorab bezahlt hat und nun keine Widerrede duldet. So stehen wir in einem teppich-, gold- und glasverzierten Palast, bei dem man nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll. Nichts ist gewöhnlich, alles erinnert an Tausendundeinenacht. Vor der Tür wartet schon unser Chauffeur. Er hat Englisch und Geschichte studiert und wird uns einen Tag lang die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen.
Wir fangen an mit dem großen Imam Khomeini Platz vor der Imam Moschee. Der Platz ist mit einer Kantenlänge von gut 400 Metern einer der größten der Welt und vielseitig: Früher wurde er einerseits als großer Poloplatz oder für Hinrichtungen genutzt. Drumherum stehen rund zehn Meter hohe Mauern mit eingelassenen Balkonen, auf denen sich das meist adelige Publikum tummelte. Auch hier muß Ludwig XIV. abgeschaut haben, denn die Anwesenheit bei diesen Veranstaltungen war zumindest zeitweise für die Adligen in den Provinzen Pflicht. So hatte man sie besser unter Kontrolle.
Die Moschee, an der Eingangsseite fast vollständig mit blauen Kacheln bedeckt, ist typisch für die Bauweise derartiger Gebäude. Innen eher karg und ohne Bilder und Figuren, die im Islam verboten sind, dominieren die islamischen Ziselierungen wie Lilien in allen Variationen und arabische Schriftzeichen mit Sprüchen aus dem Koran. Außerdem sind die Akustik und die Symbolik erwähnenswert. In den Arkaden unter den Balkonen sind die qualitativ und künstlerisch interessantesten Basare untergebracht, die ich je gesehen habe. Hier kann man wirklich arm werden. Aber wir halten unseren Geldbeutel gut fest – wir haben noch einen langen Weg vor uns.
Zwillingstürme, die sich schütteln, und andere Sensationen
Ein besonderes Highlight liegt etwas außerhalb von Isfahan. Dort gibt es ein Mausoleum, das einen Zwillingsturm beherbergt, der es in sich hat. Steigt man auf einen Turm und hüpft in einem bestimmten Rhythmus im schmalen Inneren des Turms 30 bis 40 Zentimeter hin und her, wackelt der etwa sechs Meter entfernte Zwillingsturm mit. Dieses Schauspiel wurde hundertmal am Tag von Touristen praktiziert, bis man der Statik wohl doch nicht mehr so traute und es nur noch drei- bis vier mal täglich erlaubte. Der Erbauer hatte mit seinem Turm die Erdbebensicherheit von Gebäuden demonstrieren wollen und genau berechnet, wie sich Häuser verhalten, wenn es bebt. Und das vor über 400 Jahren! Und noch immer sind keine Risse im Gebäude erkennbar. Wie viel Wissen ist schon lange vorhanden, und was davon wird tatsächlich genutzt… Viele Opfer wären vermeidbar gewesen, wenn man auf uralte Weisheiten geachtet hätte.
Shiraz, neun Kilometer nördlich von Teheran gelegen, ist eine für persische Verhältnisse eher moderne Stadt mit Boutiquestrassen, Cafes und Restaurants, die Laune machen. Sie wurde vor allem durch den mittlerweile schon längst verbotenen Weinanbau bekannt. Der wird jetzt vor allem in Australien und Südafrika angebaut. Und von den Iranern importiert – heimlich.
Wer Shiraz’ zahlreichen Gräber erkunden will, muss das heute nicht mehr heimlich machen, nicht einmal dann, wenn man dem Islam nicht angehört. Die Pracht dieser Touristenattraktion ist schon einzigartig. In allen großen Städten gibt es eine Moschee-ähnliche Grabstätte eines Sohns eines Imams. Diese so genannten Vorbeter, den Aposteln (auch zwölf an der Zahl) gleichgestellt, hatten Söhne – über 30, und folglich hinterließen sie eine Vielzahl von Grabstätten. Im Innern erwarten die Besucher Abertausende von Spiegelteilen. Jene sind entweder transparent, versilbert oder schimmern grün – aber nicht jeweils, sondern stets durchgängig in einer der Varianten. So erscheint ein vollständig grüner Innenraum mit seinem Sarkophag und Leuchtern dank der einheitlich gestalteten Wand- und Deckengestaltung mit gefärbtem Spiegelglas wie eine gigantische Bergkristallhöhle. Gläubige knien, liegen oder bleiben meditativ stehen. Einmal erleben wir Kindergruppen, die bewaffnet mit kleinen Geißeln – das sind historische Peitschen mit Spitzen – sich selbst schlagen. Drei bis fünf Jahre alt sind sie. So früh schon werden sie islamisch geprägt.
In Shiraz werden wir begleitet von der Studentin Leila und einem Fahrer, die uns nun auch das 65 Kilometer entfernte Persepolis zeigen sollen. Perse…. was? Du wirst schon sehen, sagt ein sichtlich stolzer Massoud. Die erste große Metropole Persiens! Dazu muss man wissen: Alex der Große hatte als 20-jähriger Jüngling die alte Kaiserstadt der Perser zu Kleinholz gemacht – derart gründlich, dass über die Jahrtausende hinweg so viel Asche, Erde und Sand auf die Ruinen fiel, dass der Standort völlig in Vergessenheit geriet. Erst in den 30er Jahren wurde die Stadt wieder freigelegt, unter anderem durch deutsche Archäologen, und die Geschichte Persiens neu erzählt.
Endlich: Das Geheimnis der Götter zeigt sich mir…
Nun sind wir mittendrin in den Ruinen. Unser Fahrer hilft vorwiegend Massoud. Leila erklärt etwas zu der Geschichte, und wenn es zu unwegsam wird, versucht sie, mich zu schieben und mir zu helfen. Allerdings zunehmend selbst dann, wenn ich auch alleine klar komme. Das mag ich eigentlich nicht so sehr. Aber ich bin ja höflich. Der Fahrer hat nicht immer Lust, sich den schon vermutlich 295 mal angehörten Text anzuhören, und so verdrückt er sich oft und lässt Massoud schwitzen. Leila denkt nicht daran, ihre Gunst zu teilen. Nach und nach wird mir klar, dass mein Rollstuhl ideal ist, mit mir auf erlaubte Art und Weise Körperkontakt der besonderen Art zu suchen. Wer wird schon was sagen, wenn man einem hilflosen Menschen über die Straße hilft?!
Etwas entfernt in einer Felssteinwand sind die Gräber der damaligen Herrscher etwa 20 Meter hoch in Katakomben eingelassen. Die Steinplatten, mit denen sie verschlossen sind, waren sie nicht wirklich ein großes Hindernis für Grabräuber, die wertvollen Opfergaben der verstorbenen Könige stahlen, so dass mittlerweile alle Ruhestätten aufgebrochen sind und große Löcher in den Grabeingängen klaffen. Unten sind Steinreliefs eingemeißelt, die Phasen und Ereignisse aus dem Leben des jeweiligen Königs dokumentieren. Unbedingt empfehlenswert.
Natürlich ist die Ruine nicht barrierefrei. Und jetzt weiß ich auch, warum. Erblich bedingt wurden wohl Treppen zum Muss, weil die Menschen damals die mächtigen Stufen als Gang zu Gott, dem Himmel oder eben nur ihrem Herrscher ansahen. Da mussten dann Hundertschaften der jeweiligen Provinzen mit ihren typischen Klamotten, Tieren und Geschenken antanzen und Tribut, sprich Steuern, zahlen. Und wer sich weigerte, riskierte eine Strafaktion, bei der die nächsten Gaben eben etwas größer ausfielen. Und solche Treppen will eben auch heute noch jeder haben – wenn er nicht gerade wie ich im Rollstuhl sitzt…Immerhin, denke ich, in den Himmel von Persepolis schauend, habt Ihr mir heute endlich ein lang ersehntes Geheimnis gelüftet, Ihr lieben Götter.
01.05.2011
Michael Heil bei der DTM in Hockenheim
Na so was. Da rasen die Boliden auf dem Ring bei der DTM mit fast 300 km/h mit ohrenbetäubendem Lärm (siehe: Die Ohren sind das Limit!) an den fast 50 Tsd Zuschauern vorbei und Michael Heil sitzt neben der Bertha. Die nette Begleitung heißt so und ist die Ehefrau des Motorenerfinders Benz. Der kommt aus Mannheim, und weil die Kiste keiner kaufen wollte, hat sie sich grade im Jahr 1888 heimlich den Wagen ihres Mannes geklaut und ist von Mannheim nach Pforzheim gefahren. Und voila: in Hockenheim hat sie den Gründer von Rehability aufgeladen und sucht ….. ne Tankstelle. Ziemlich hoch, die Kiste….; ) Danach wollte jeder mal!!!
