Archiv für das Tag 'Brisbane'

Michael Heil

In Byron Bay

Michael Heil in Australien Massoud hat auf mich gewartet. Die ganze Zeit schon. Er wollte mit mir tauchen gehen. Alleine hat er sich noch nicht dazu aufraffen koennen und so bin ich ihm ein willkommener Tritt in den Hintern, endlich mal auch diese Welt kennenzulernen. Denn einen Tauchschein hat er noch nicht. Ich aber. Und Solveigh, mein Patenkind aus Hamburg, die gerade in Australien und ausgerechnet grade mal 2 Stunden von Massoud weg in der Naehe von Brisbane als Austauschschuelerin 1 Jahr Auszeit von zuhause nimmt, hat ihn auch grade gemacht. Wir treffen uns in Byron Beach und ich erkenn die Kleine kaum wieder. Ein wenig proper, aber auch ziemlich fraulich schon fuer ihre 16 Jahre und kann schon fliessend australisch. Das ist so eine Art englisch, die meinereiner kaum versteht. Bin ja schon einiges Kauderwelsch gewoehnt, vor allem von den Amis, aber die Australier sind schon ne Klasse fuer sich. Nun, weil Perser halt ein sehr soziales Voelkchen sind, haben Sie ueberall ihre Aussenposten aufgestellt, getarnt als Ex und Importlaeden, oder als Hochhausbauer und was sonst noch wenig auffaellt. Massouds Freund in Byron ist Achmed, Name getarnt, und hat grade ein 12 stoeckiges Appartmenthaus gebaut, in das er uns kostenlos einlaedt. Und weil alles so schoen beachig ist und man auf Familie ja viel haelt, kommen Toechter und Sohn und Freunde und Verwandte auch gleich mit. Knapp 2 Stunden von Brisbane wohlgemerkt. Aber da es schon abend ist und um 21.30 Uhr wird es Zeit, an die Beachpromenade zu gehen und noch einen Happen zu essen. So laufen wir denn dann und muessen feststellen, dass die Geschaefte schon lange zu haben. So um 17 Uhr wird geschlossen. Damit die Familien der Angestellten auch noch was vom Tag haben. Aber die Restaurants….. Alle auch schon am Schliessen. 21.30 Uhr ist zappe. Nix mehr. Letzte Chance KFC, Kentacky ….. Huehnchenbrutzler. Das ist alles. Die haben sie ja nicht alle, die Aussies.

Michael Heil

Michael und das Biest…..

Massoud, mein Freund aus Persien, der nach Australien gezogen ist auch wegen der Kinder (alle erwachsen und in Australien studiert) holt mich am Flughafen ab und ich hab sofort das Gefuehl, wieder ein Stueck zuhause zu sein. Komisch. Weiter geht es ja wohl nicht und dann so was? Tatsaechlich aber ist alles, was man sieht, riecht, hoert usw. europaeisch. Man weiss, woran man ist, man kann jeden ansprechen und um Auskunft fragen und die Umgebung ist sauber. Vielleicht bin ich ja etwas hypochondrisch durch die letzten Tage. Egal. Massoud faehrt mich, wir sind in Brisbane, zu seinem Haus, einem etwas verfallenem Holzhaus in einer Waldgegend mit Veranda und Voegeln, und einem Ambiente, das schoener und romantischer nicht sein koennte. Schade nur, dass das Haus nur noch so lange steht, bis das Gelaende verkauft worden ist und 12 Haeuser drauf gestellt werden. Solange kann Massoud dort kostenlos bleiben. Was ein Dusel. Muesste man mal selber haben. Aber ich will ja Australien kennenlernen und fang gleich an zu nerven: > Wo sind die Kängurus?> Michael Heil in Australien

Natuerlich gibt es die nicht in der Stadt und selbst drumrum findet man keine. Da muss man schon ein wenig ins Outback gehen. Also ins Hinterland. Aber es gibt dort eine Art Zoo und dort sind die fuer Australien so typischen Tiere in einer Art Reservat. Wir also da hin und stellen fest, dass sogar der Papst und Madonna da waren. Alle mit einem Tierchen im Arm, das sich Koala nennt und auf den Baeumen nach Eukalyptusblaettern sucht. Wie in China ist der Koala eher ein Maskottchen und zur Gattung der Teddybaeren zu zaehlen. Aber nichtsdestoweniger raffe ich all meinen Mut zusammen und lasse mich auch mit der aeusserst aggressiven Schlafmuetze fotografieren. Michael Heil in Australien Aber kaum auf dem Arm quaengelt der Kerle und will wieder runter. Nur bei mir. Bei den anderen macht er keinen Mucken. Fast faellt er mir vom Schoss und mit aller Not gelingt es dem Fotographen noch, ein Foto zu schiessen. Puh!! Noch mal gut gegangen.  Aber wo sind die Kängurus? Nun, die haengen gleich herdenweise auf der  Weide rum und scheinen gerade Siesta zu machen. Michael Heil in Australien Ich schleich mich also wie ein Indianer von der windauflandigen Seite heran und leg mich ganz langsam und unauffaellig dazu. Hat keiner gemerkt und alle bleiben schoen brav liegen. Nachdem ich das also auch geschafft habe, gehts noch zu den Raubvoegeln, Dingos, Wombats und was sonst noch zu Australiens Biestern gehoert. Also gleich am ersten Tag Down Under pur. Wer haette das gedacht…