15.09.2008
Paralympics ein Desaster fuer Deutschland, Frei unglaublich
So langsam wird es amtlich. Der Behindertensport in Deutschland kann sich nicht mehr schoen reden lassen. Wenn Laender wie Spanien und Suedafrika vor Deutschland stehen, also traditionell eher auf Kriegsfuss standen mit dem Behindertensport, dann muss es ja mittlerweile wohl andersrum sein. Wir feiern schon Silbermedaillen als was besonderes und in der Berichterstattung ist in vielen breiten HP’s von den Paralympics noch nicht mal die Rede. Z.B. bei T-online sucht man die tagesaktuellen Infos vergeblich. Nicht mal mehr unter Sport sonstiges. Das zeigt doch deutlich, welchen Stellenwert dieser Bereich mittlerweile einnimmt. Aber kein Wunder bei dem Funktionaersunwesen und unprofessionellen Strukturen wie z.B. im Radsport. Dass mittlerweile 7 Handbiker statt nur 2 wie in Athen am Start sind ist zwar positiv zu werten aber von den laecherlichen Trainingslagermethoden bis hin zu einer voellig inkompetenten und unglaublich arrogant gefuehrten Deutschen Meisterschaft ist auch nicht mehr Erfolg zu erwarten. Im Gegenteil, haetten die deutschen Athleten besser abgeschnitten, wär ja wieder der Blick verstellt auf die wirklich wichtigen Themen wie kompletten Neuanfang bis hin zu strukturellen Veraenderungen mit mehr Profis. So machen wir uns langsam aber ganz sicher lächerlich.
Wer meinen allerhoechsten Respekt geniesst ist einmal mehr Heinz Frei aus der Schweiz. Er hat nicht nur schon zum x-mal eine Goldmedaille im Marathon der Rollstuhlmarathonis gewonnen und das mit ueber 50!! sondern auch noch die Handbikerennen sowohl des Strassenrennens als auch der Zeitfahrer. Hier kann und muss man von anderem Trainingsaufwand und Leistungsvermoegen ausgehen als von einigen anderen Sportarten, mit denen sich Deutschland im Medaillenspiegel ueber Wasser haelt. Hier zu gewinnen ist die Kroenung und Heinz Frei ist der Koenig!!! Leider hat es fuer die deutschen Jungs diesmal nicht zu einer Medaille gereicht, obwohl nah dran waren sie schon . Einmal mehr musste Norbert Koch, ein ehemaliger Team Rehability Fahrer seinem kurz vor den Spielen erlittenen Unfall Tribut zollen. Erst vor 14 Tagen wurde er beim Training von einem Auto von der Strasse geholt und hat sich eine Vielzahl von Prellungen zugezogen. So konnte es wohl auch nichts werden mit der Goldmedaille, dafuer respektablen 7. Platz.
