Handbike-Katamaran


DAS ERSTE (GE)BOOT 
Mit dem Handbike auf's Wasser
Thomas Weinsheimer, ambitionierter Sportexperte und Rehafachberater von Rehability in Weinheim und Thorsten Brandt, Geschäftsführer der molab GmbH in Unna sind sich gleich einig: Diese Idee hat Potential -das war im Oktober 2010 bei einem gemeinsamen Abendessen in der Düsseldorfer Altstadt im Rahmen der Rehacare. 

Eine interessante Aufgabe für molab, die kleine Rollstuhlmanufaktur aus Unna. Bis jetzt entstehen dort hochwertige Rollstühle für besondere Ansprüche -molab baut, ausschließlich im Sonderbau, nach Kundenwunsch Stühle für Menschen, denen eine Versorgung von der Stange nicht reicht. Für Firmengründer Thorsten Brandt war aber von Anfang an klar, dass es dabei nicht bleiben würde -das Firmenmotto "modulare Mobilität" bietet bewusst Raum für mehr als nur Rollstühle. Das Boot ist nun die Chance zum Blick über den Tellerrand: Erstmals bietet sich die Möglichkeit, ein Sportgerät zu entwickeln, welches die Rehaszene in der Form noch nicht gesehen hat. Nach sechs Monaten intensiver Recherche und Entwicklung sowie vielen Telefonaten und Mails mit Thomas Weinsheimer ist es endlich soweit: Das Boot ist als 3D-Grafik von allen Seiten sichtbar. Die molab -Konstruktionsabteilung hat alle Skizzen in verwertbare Dateien verwandelt, womit einem greifbaren Prototypen nichts mehr im Wege steht. Wenig später liegen alle Teile zur Montage bereit. Knapp drei Wochen vor der REHAB in Karlsruhe sind die ersten Baugruppen montiert. Eine gute Woche und diverse Nachtschichten später ist der Prototyp fertig zum Stapellauf. Im eigens dafür gemieteten Schwimmbad ist nach wenigen Kurbelumdrehungen klar: Das Becken ist zu klein, weil das Boot alle Erwartungen bei weitem übertrifft. Einige kleine Änderungen an der Lenkung und ab geht's nach Karlsruhe! 
Auf der Messe zeigt sich schnell: Das Ding ist ein Volltreffer -fast jeder bleibt stehen, staunt, fasst an, stellt Fragen und möchte testen. Sportvereine, Hotelbesitzer, wassersportbegeisterte Liegebiker, Taucher, Kajakfreunde, Angler, Sportlehrer, Therapeuten -Menschen mit und ohne Behinderung -alle sind sich einig: Hier steht die einzige echte Messeneuheit! Die gute Resonanz sorgt dank Thomas Weinsheimer, Michael und Joachim Heil schnell für einen Umzug aus dem Eingangsbereich auf den besten Platz am Stand von Rehability: Die Bühne mit dem roten Teppich bietet den perfekten Platz für das außergewöhnliche Exponat, gleich daneben Thorsten Brandt und Frau Susanne, die, dankbar für den grandiosen Rahmen, ihre Mühe haben, dem Ansturm gerecht zu werden. 
Gebetsmühlenartig wiederholen Sie die technischen Daten des Katamarans:
Transportmaße: Länge ~ 2350 mm, Breite ~ 1200 mm, Höhe bei heruntergeklappter Lehne und abgenommenem Antrieb ~ 400mm, Gewicht komplett ~ 32 Kg, ohne Antrieb 25 Kg, somit passt es bequem auf die Ladefläche eines handelsüblichen Vans und kann von 2 Personen problemlos vom Auto ins Wasser und zurück befördert werden. Die Weiterentwicklung passt dank aufblasbarer Schwimmer auch in den Kofferraum eines Kombi. Nutzerabhängig ergibt sich ein Tiefgang von ~ 500 bis 600 mm, Geschwindigkeit je nach Konstitution des Nutzers: Erstaunliche 6 bis 15 Km/h, die auf dem Wasser subjektiv deutlich schneller wahrgenommen werden. Erfolgserlebnis garantiert, für anspruchsvolle Biker wie für Freizeitkapitäne. 
Zur Nutzung durch Fußgänger kann die Antriebseinheit mit wenigen Handgriffen auf Fußbetrieb umgebaut werden. Zusätzlich kann der Propeller sekundenschnell nach hinten aus dem Wasser geschwenkt werden, wodurch sich das Boot samt Nutzer auch über flache Strände oder Sliprampen ins oder aus dem Wasser bewegen lässt. Der Transfer über einen Steg geschieht mittels eines speziellen Rutschbrettes, welches sich am Steg und gleichzeitig am Boot befestigen lässt.
Der Preis liegt, je nach Ausstattung, auf Höhe der Preise normaler Liegebikes zwischen 6000,- und 8000,- € 

Durch verschiedene Propeller und Ritzelsätze sowie großzügige Verstellbereiche lässt sich schon der Prototyp an die Belange aller Nutzer anpassen -unterschiedliche Arm-und Beinlängen, der Schwerpunkt, die Position des Tretlagers zum Sitz, die Sitzposition und die Höhe der Beinauflagen lassen sich größtenteils stufenlos einstellen. Die gewünschte Trainingsintensität hat Auswirkungen auf die Wahl des Propellers und der Ritzelsätze. Vom gemütlichen Wasserwandern bis zum anspruchsvollen Biketraining ist somit alles möglich. -Abseits vom gewohnten Umfeld Straße mit allen bekannten Nachteilen: Autoabgase, Unfallgefahr durch Schotter in der Kurve, Umkippen bei zu schneller Kurvenfahrt oder Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Erste Einschätzungen von Sportmedizinern deuten darauf hin, dass die gleichförmige, durch den Nutzer über die Geschwindigkeit frei wählbare Belastung ein ideales Training nach Schulter-oder Knieverletzungen darstellt. (Fundierte Tests stehen noch aus) 
Ermutigt durch das große Interesse entstehen bei molab nun mit Hochdruck hinsichtlich des Gewichts und der Transportabilität weiterentwickelte Boote, die demnächst unter anderem bei Rehability besichtigt, getestet und gekauft werden können. Fragen zum Thema beantworten Thomas Weinsheimer in der Rehability -Filiale Weinheim unter 0049 (0)6201 / 99 69 0 oder Thorsten Brandt bei molab unter 0049 (0)173 5916634 oder 0049 (0)2303 539956. Mehr Infos unter www.molab.de unter Neuentwicklungen und Projekte 
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