Irland - einmal rundherum

Am 31.05.2010 begann unser lang ersehnter Traumurlaub. Morgens um 8 Uhr wurde das Trike zum leben erweckt, um wunderschöne Küstenstraßen, Täler Berge, Pässe, nette Menschen andere atemberaubende Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen.
Mit 2 Tagen Verspätung, ich möchte nicht näher drauf eingehen ;-), sind wir, meine Frau Yvonne und ich, von Cherbourgh mit der Fähre nach Rosslare gefahren. Jetzt mussten wir die verlorenen Tage aufholen und rasten an Dublin vorbei nach Belfast. Aber nicht ohne Bono von U2, der in einem Vorort von Dublin wohnt einen Besuch abzustatten. 
Am nächsten morgen, nach einem Full Irish Breakfast, fuhren wir an der wunderschönen, rauen Antrim Küstenstraße entlang zum Giant´s Causeway, dort ragten meterhohe, sechs bis achteckige Türmchen aus dem Boden. Danach ging es zur Bushmills Destillerie. Leider konnte ich den Whiskey nicht probieren da wir noch durch Derry, wo der Bloody Sunday war, bis zu unserem Hostel fahren mussten. 
Am nächsten morgen, während wir in einem Kaffee gefrühstückt haben, pinkelte erst mal ein Hund an mein Vorderrad. Super!
Wir fuhren immer in der Nähe der Küste einen Rundkurs zurück zur Hundetoilette.
Morgens hieß es dann wieder Trike packen, vorbei am Croagh Patrick, Irlands heiligem Berg und ab zur nächsten Unterkunft in der landschaftlich wunderschönen Region Connemara. 
Allein in Connemara könnte man schon eine Woche Urlaub machen. Ein optisches Highlight jagt das nächste. Die Städte Westport und Gallway, das Kloster Kylemore Abbey, der Fjord Killary Harbour, die Inseln Inishthurk, Inishbofin und Inishshark...
3 Übernachtungen später fuhren wir in The Burren, eine glatt gewalzte, steinige Karstlandschaft. Phänomenal! 
Die Sonne lacht uns am nächsten Morgen an und wir starteten zu den Cliffs of Moher, einen der absoluten Höhepunkte in Irland. Die nächsten Tage verbrachten wir mit der Umrundung der Dingle, Ring of Kerry und Ring of Beara. Ein Augenschmaus nach dem anderen. Dazwischen ist meine Frau baden gegangen und ich bin auf einem Sandstrand rumgeheizt Hier müssen unbedingt mindestens jeweils 1 Tag für den Ring of Kerry und dem Ring of Beara eingeplant werden. Wahnsinns Ausblicke, kleine Sträßchen, Pässe und Strände und ich habe es bisher noch nicht erwähnt, die Leute winkten und grüßten, als wären wir Superstars. Anscheinend hat man noch nie Trikes auf Irland gesehen.. So habe ich das noch nie erlebt und ich bin mit dem Trike schon ein wenig rumgekommen. 
Die Gap of Dunloe das nächste Highlight. Du fährst durch eine Schlucht, über einen kleinen Pass, vorbei an kleinen Stromschnellen und überall Pferdemist von den Kutschen, die man mieten kann, auf der Gasse.
Unsere letzten 2 Übernachtungen verbrachten wir in einer Ferienwohnung in der Nähe von Waterfort. Jetzt lie0en wir es ein wenig ruhiger angehen bei der Kilkenny in Kilkenny, 2 Burgen und einem Bademorgen vor der Abfahrt mit der Fähre. Und natürlich de 4 - 0 gegen Australien bei der WM. Nachdem wir um 11 Uhr angelegt haben sind wir noch die restlichen 1000 km heim gebrettert und fielen gegen 3 Uhr ins Bett. 
Fazit: 2 Wochen für die Umrundung sind definitiv zu wenig. Wir sind 7500 km gefahren, ohne mal 1 Tag Pause einzulegen. Das würde ich so auch nicht mehr machen.
Leute top, immer am lachen, winken und grüßen. Die Straßen teilweise übelst. Ein Blinkergläschen gebrochen, Achsmanschette defekt und ein Knopf vom Sitz abgerissen. Peanuts. Zum Glück waren das nur Kleinigkeiten! Glatte, vibrationsfreie Straßen wie wir sie kennen, sehr, sehr selten.
Aber die Landschaft, viele Sachen habe ich gar nicht erwähnt, unbeschreiblich. Es war bestimmt nicht das letzte mal mit dem Trike auf Irland, versprochen!!! 
Nachtrag:
Beim einchecken war leider der amerikanische Pass meiner Frau abgelaufen, sodass wir noch am gleichen Tag nach Rennes gefahren sind. Morgens zum Konsulat, die schickten uns nach Paris, weil es nur dort einen Notfallpass gab. Mittwochs, die Fähre fuhr um 18 Uhr, sind wir dort ins Konsulat, Pass aufstellen lassen, gegen 12 Uhr 400 km nach Cherbourgh gefahren und dann waren wir endlich auf der Fähre nach Irland.
Wolf "Meiner" Meissner

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Die Gap of Dunloe |


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