Mit Muskelschmalz und Accupower – Handbiken auf der Zugspitze

Test- und Action Wochenende in Tirol mit dem elektrounterstützten Mountainbike von Praschberger.

Als der Flyer zur Tour auslag, war ich sofort interessiert. Wurden mir doch 4 actionreiche Tage Handbiken an Orten, an denen ein Rollifahrer sonst nicht verkehrt, versprochen. Schnell waren die 5 ausgeschriebenen Plätze belegt und es ging am Donnerstag den 13.6. nach Tirol. Frank Wirth von Rehability organisierte die Bikes von Praschberger und quartierte uns im Hotel MC-Tirol in Biberwier ein. Die restlichen Teilnehmer waren alte Bekannte aus der Marathonszene.

Gegen Mittag waren alle da, die Cross-Country-Speedbikes eingestellt und wir machten uns „ohne“ Guide auf zu einer kleinen Eingewöhnungstour. Biberwier liegt mit Ehrwald und Lermooos in einem Talkessel. Es sollte „nur“ zu den 3 Bergseen hinter dem Hotel gehen. Leider endete die Tour mangels Ortskenntnis mit leerem Accu auf der „Sunnalm“. Wir hatten, ohne es zu wissen, 700 Höhenmeter mit teilweise 30 % Steigung bewältigt! In rasanter Downhill-Manier ging es in 20 Minuten zurück zum Hotel.

Für die anderen 3 Tage stand uns Walter Haas von „Bikeguiding Zugspitzarena“ zur Seite. Der 2. Tag führte uns nach Ehrwald zur Gamsalm hinauf. Die Alm liegt auf der Sonnenseite der Zugspitze. Den Anstieg bewältigten wir über die geteerte Zufahrtsstraße. Nach einer kleinen Brotzeit ging’s über leichte Skihänge wieder hinunter.

Am 3. Tag starteten wir gegen 9 Uhr morgens. Es ging durchs Tal ins benachbarte Lermoos. An der Talstation der Seilbahn, mit der sich die Wanderer auf den Berg bringen lassen, startete der Anstieg. Vorbei an der Mittel- und Bergstation erklommen wir die „Wolfratshäuser Hütte“ auf 1751 Metern Höhe. Wer nun denkt, mit einen 350 Watt E-Motor im Vorderrad geht das von alleine, der irrt gewaltig.

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Meine Mitstreiter und ich mussten gewaltig drücken, um im kleinsten Gang oben anzukommen. Unterwegs passierten wir zwei kleine Schneefelder was spontan in eine Schneeballschlacht ausartete. Der Abstieg – und es war wirklich ein Abstieg – ging über die Skipiste und Teile der Downhillstrecke. Es ist unglaublich, wie das Cross- Country-Bike dank der Scheibenbremsen vorne und hinten an den Hängen „klebt“. Für schnelle Passagen dämpft das Federbein hinten alles weg.

Am Abend im Hotel waren alle platt. Das MC –Tirol ist, ohne speziell dafür konzipiert zu sein, komplett Barrierefrei. Sogar die Saunanutzung ist möglich. Alle 80 Zimmer sind für Rollifahrer nutzbar.

Am Sonntag führte uns Walter, unser Guide, auf die „Ehrwalder Alm“ auf 1500 Meter. Dort umrundeten wir den Almsee und stärkten uns auf der neu gebauten Almhütte. Tags darauf fuhren wir die Panoramawanderwege Biberwier – Ehrwald – Lermoos – Biberwier.

Es war eine der schönsten Touren ohne extreme Anstiege – einfach zügig drauflos fahren. Ich kenne kein anderes Gefährt ( außer mein Quad ) mit welchem diese Strecke für einen Rollifahrer möglich gewesen wäre. Gegen Mittag wurden die Bikes leider schon wieder abgeholt und das verlängerte Wochenende war zu Ende. Alle 5 Teilnehmer waren völlig begeistert und sich einig: Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei.

 

Bilder gibt es hier!

 

Christian Reeb

 

 

Über den Autor


Eine Rückmeldung an “Mit Muskelschmalz und Accupower – Handbiken auf der Zugspitze”

  1. Heinrich Protzek

    Jun 26. 2013

    Super Bericht vom Kriggel und traumhafte Bilder (Link)

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