Nachbericht: Inkoseminar 08.08.2014

Wortwörtlich wurde am Freitag, den 08.08.2014 im Aktiv-Reha-Center aus dem Nähkästchen geplaudert. Mehr als 30 Teilnehmer nahmen bei dem Seminar “Inkontinenz” teil. Alle Fragen zu den Themen Harn- und Stuhlinkontinenz wurde in einer entspannten Runde von Vorträgen und anschließender Diskussionsrunde beantwortet.

Frau Dr. med. Joanne Nyarangi-Dix, Urologin Universitätsklinikum Heidelberg informierte über die verschiedenen Formen von Inkontinenz, welche Ursachen es dafür gibt und wie sich Symptome zeigen. Da es eine Vielzahl von Ursachen, Symptome sowie persönliche Wünsche und Erwartungen von jedem Betroffenen gibt, kann man keine pauschale Therapie empfehlen. Daher hatte Frau Nyarangi-Dix einige Therapiemöglichkeiten von Botox bis hin zur neuen Blase mit Selbstkatheterismus vorgestellt.

“Alles dreht sich um die Toilette” so startete Krankenpflegerin Sandra Oswald ihren Vortrag und gab mit einer Prise Humor Einblicke, wie sie mit Inkontinenz im Alltag umgeht. Sie selbst ist erst Mitte zwanzig und möchte ihr Leben selbstbestimmen, ohne vorher den Stadtplan für barrierefrei Toiletten auswändig zu lernen.

Inkoseminar

Die im Rollstuhl sitzende Psychologin Annette Stefini schilderte, wie man als Betroffener mental mit Inkontinenz umgehen und mit gestärktem Selbstbewusstsein auftreten kann.
Sie zeigte, dass sich die psychische Belastung, wie Angst, Unsicherheit, Kontrollverlust und Scham die größte Belastung für Inkontinenzpatienten sind.

48 Stunden unbedenklich stuhlfrei oder sicher außer Haus gehen? Das geht – praxisnah präsentierte Manuel Krause von Coloplast zuverlässige und qualitativ hochwertige Produkte rund um das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz, die das Leben für Männer, Frauen und Kinder für jede Situation unbeschwerter machen. Von Kondomurinale, Katheter, Analtampons bis hin zum Komplett-System wurden vor Ort veranschaulicht. Damit die unterschiedlichen Funktion auch zu Hause getestet werden können, brachte Herr Krause Muster mit.
Inkoseminar

Im Ausklang der Veranstaltung wurde offen und zwanglos über eigene Erfahrungen und bisherigen Vorangehensweisen von Betroffenen für Betroffene gesprochen. Ein Teilnehmer zeigte sein aus einem Federmäppchen umgebautes “Katheter-Set ” für unterwegs. Es ist so dezent, dass es am Schreibtisch auf der Arbeit nicht auffällt.

Wer an diesem Termin leider nicht teilnehmen konnte, muss nicht traurig sein. Aufgrund der hohen Nachfrage und der positivem Resonanz werden wir in Zukunft weitere Inko-Seminare veranstalten.

Ansonsten habt ihr die Möglichkeit einen Beratungstermin mit Claudia Riedel unter Tel.: 06221 70 54 0 oder riedel@rehability.de zu vereinbaren.

Kostenlose Muster könnt bitte hier bestellen

Über den Autor

Alexa Heinzmann

Keine Kommentare.

Hinterlasse eine Nachricht

Du musst angemeldet sein um eine Kommentar zu verfassen

WP-Backgrounds Lite by InoPlugs Web Design and Juwelier Schönmann 1010 Wien