Wer heutzutage nicht mobil ist – hat verloren

Wer mobilitätsbehindert ist und keiner Erwerbstätigkeit oder Ausbildung nachgeht muss in den sauren Apfel beißen, denn diejenigen werden von der staatlichen Förderung weitgehend ausgenommen.
Nicht überall sind die öffentlichen Verkehrsmittel so ausgebaut, dass sie für jedermann barrierefrei zugänglich sind. Wie sieht es mit den Grundbedürfnissen aus, wie Einkaufen, der Friseurbesuch oder der Weg zum Arzt? Wer nicht arbeitet bzw. arbeiten kann und in solchen Gebieten lebt ist damit gestraft zu Hause zu bleiben und von Hilfspersonen abhängig zu sein.
Es ist nicht länger akzeptabel, denn mobilitätsbehinderte Menschen haben bereits gigantische Hürden zu bewältigen. Ein neues behindertengerechtes Fahrzeug oder der Umbau zu einem ist meist sehr teuer und ohne Förderung für die Mehrheit der Betroffenen einfach nicht umsetzbar.
Daher fordert der Verein MMB (Mobil mit Behinderung e.V.) individuelle Mobilität für ausnahmslos alle Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. „Es ist nicht in Ordnung, dass diese Menschen weiterhin bei Behörden, Stiftungen, Vereinen oder Privatpersonen bitten und betteln müssen, um aus dem Haus zu kommen. Das schmälert in keiner Weise unsere Dankbarkeit für die teils großartige Hilfe, die einzelne Mitglieder oder der MMB entgegennehmen dürfen“, so Heinrich Buschmann Vorstandsmitglieder der MMB.
Der Arbeitsmarkt bietet kaum Chancen für eine neue Tätigkeit mit einer Mobilitätseinschränkung. Zu Unflexibel, das was-wäre-wenn-Denken schwebt in den Köpfen der Unternehmen. Eindeutig braucht unsere Inklusion in diesem Punkt eine Reha.
Das Bundesteilhabegesetz wird bis April 2015 in weiteren Sitzungen der Arbeitsgruppe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales beraten. Im Juli waren die beteiligten Mitglieder der Bundesregierung, Landesvertretungen und kommunalen Spitzenverbände sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behindertenverbänden, Gewerkschaften und der Wohlfahrtspflege erstmals zusammengekommen. Der UN-Behindertenrechtskonvention folgend sind insbesondere die Regelungen der Eingliederungshilfe nach SGB XII reformbedürftig. Zu den Kernthemen gehören die Entkoppelung der Teilhaberechte von Einkommen und Vermögen und die Ausrichtung der Leistungen auf den tatsächlichen persönlichen Bedarf.

Der Verein Mobil mit Behinderung unterstützt gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen und Verbänden die Kampagne „Für ein gutes Bundesteilhabegesetz“.

Mehr Infos zur Kampagne findet ihr unter www.gemeinsam-einfach-machen.de
oder zum MMB unter www.mobil-mit-behinderung.de

 

 
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Alexa Heinzmann

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