Mobikurs-Urteil für Rollikids

Warum anders sein? Auch Kids wollen Fit im Rollstuhl sein und ihren Bewegungsdrang ausleben. Wie sollen sich Kinder entfalten und neue Sachen, besonders in sportlicher Hinsicht ausprobieren, wenn sie mit dem Hilfsmittel nicht zurechtkommen?
Damit Kinder nicht einfach nur das Hilfsmittel Rollstuhl selbst, sondern die dazugehörige Ausbildung in seinem Gebrauch bekommen, hat das Sozialgericht Oldenburg jetzt eine gesetzliche Krankenkasse verurteilt.
Hier wurde der Mobilitätstrainingskurs für Kinder und den hilfeleistenden Personen (z. B. Elternteil) als Krankenkassenleistung eingestuft. Das Gericht begründete die Entscheidung im Wesentlichen folgendermaßen:
Ein Anspruch auf ein Hilfsmittel umfasst auch die Ausbildung im Gebrauch des Hilfsmittels, soweit dies zum Schutz der Versicherten vor unvertretbaren gesundheitlichen Risiken erforderlich ist. Voraussetzung ist jedoch, dass die Ausbildung aufgrund der Art des Gerätes und des Versicherten erforderlich ist. Darüber hinaus gingen die Entscheidungsträger davon aus, dass das Erlernen von Rollstuhltechniken und auch der Abbau der Angst zu den Zielen gehören, die vom Leistungsumfang umfasst sind.
Nähere Informationen, hilfreiche Stellungnahmen und Hilfen im Einzelfall gibt es unter www.rollikids.de oder im Textauszug aus dem DRS-Verbandsmagazin – Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2015

rollikids_mobiurteil_low_15.01.2015

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Alexa Heinzmann

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