Inko-Talk Oktober: Herbstzeit = Blasenentzündungszeit

Kaum wird es kälter steigt auch die alljährliche Gefahr für Blasenentzündungen und Harnweginfekte. Gerade Rollifahrer sind besonders anfällig, weil sie die Kälte oft gar nicht spüren. Der erste Weg führt meist zum Arzt bzw. zur Behandlung mit Antibiotika – zu Unrecht. Wir sagen euch, wie ihr dem Ganzen vorbeugt und wie ihr es alternativ behandeln könnt.

Vor allem Coli Bakterien gelten als des Übels Wurzel. Doch die Ursachen für eine Blasenentzündung oder einen Harnwegsinfekt können auch woanders liegen: zu kalte Füße oder Unterkörper, schlechte Hygiene beim Kathetern, Fehler beim Entleeren der Blase und des Darms, eine falsche Sitzposition währenddessen, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder eine Kombination dieser Faktoren.

Daher liefern wir euch den ultimativen Schlachtplan:

  • Trinkplan: Wenn ihr wisst, dass ihr eigentlich zu wenig trinkt, führt darüber Buch! So bekommt ihr einen Überblick, wie viel Flüssigkeit ihr über den Tag verteilt wirklich zu euch nehmt. Zwei Liter sollten es mindestens sein, drei wenn ihr bereits einen Infekt habt! Zudem gibt es einige Teesorten, deren Inhaltsstoffe besonders wirkungsvoll und entzündungshemmend sind. Bärentraubenblättertee oder Brennesseltee sind nur zwei davon. Die letzte Tasse am besten vor dem Schlafen gehen trinken, damit sich die Wirkung über Nacht voll entfalten kann.
  • Plan für die Blasen- und Darmentleerung: Nicht nur die regelmäßige Blasenentleerung ist wichtig, auch der Darm sollte komplett entleert sein. Coli Bakterien könnten sonst auch in die Blase „wandern“. Daher führt am besten auch hier Buch. Fünf bis sechs Mal am Tag die Blase zu entleeren sollte das Minimum sein, beim Darm reicht es einmal am Tag und dies in maximal einer Stunde. Auch auf die richtige Sitzposition kommt es an, damit die Entleerung komplett durchgeführt werden kann.
  • Haltet euch warm, speziell die Rollifahrer! Bereits bei Temperaturen um 10°C braucht ihr wärmere Hosen, Socken und Schuhe. Das Ganze könnt ihr abends auch mit einem warmen Fußbad abrunden.
  • Impfung: Für besonders anfällige Kandidaten gibt es auch die Möglichkeit einer Impfung, sowohl in Tablettenform als auch per Spritze. Aber hier ist es ähnlich wie bei der berühmten Grippe-Impfung: Sie wirkt nicht bei jedem und birgt auch Nebenwirkungen.

Die Ursachen für eine Blasenentzündung oder einen Harnweginfekt bzw. gerade dessen Bekämpfung ist höchst individuell. Daher haltet auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt, wenn die Beschwerden länger als 3 Tage dauern. Ein sofortiger Arztbesuch ist notwendig bei Fieber mit Schüttelfrost und Blut im Urin. Oder ihr lasst es gar nicht erst soweit kommen: Sprecht uns an! In unserer Inko-Sprechstunde versorgen wir euch mit allem was nötig ist:

Heidelberg: Claudia Riedel (06221 – 70 54 224 oder riedel@rehability.de)

Dresden: Jana Krannich (0351 – 796 641 60 oder krannich@rehability.de) und Steffen Scholze (0351 – 796 641 60 oder scholze@rehability.de)

Frankfurt a.M.: Steffen Bender (069 – 150 418 720 oder s.bender@rehability.de)

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Marcus Merz

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