Ob Spaziergang im Park, Einkauf um die Ecke oder Kaffeeklatsch bei Freunden: Mit dem richtigen Modell bleibst du aktiv und selbstbestimmt. Damit du nicht irgendwas kaufst, sondern das Richtige für dich findest, haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Wo willst du deinen Rollator hauptsächlich nutzen?

Das ist die erste Frage, die du dir stellen solltest – und die Antwort macht einen echten Unterschied.

Im Innenbereich (Wohnung, Flur, Arztpraxis) brauchst du einen wendigen, schmalen Rollator, der durch enge Türen passt und auf glattem Boden zuverlässig läuft. Hier punkten Modelle mit kleineren, weichen Rädern, die keinen Lärm machen und Böden schonen.

Im Außenbereich sieht die Welt anders aus: Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, leichte Steigungen: das fordert einen Rollator mit größeren Rädern, stabilerem Rahmen und gutem Bremsverhalten. Der rehasense Explorer ist genau für diesen Einsatz entwickelt worden: robust, geländetauglich und trotzdem handlich.

Für beides, drinnen und draußen, eignen sich Allrounder wie der rehasense Server oder der rehasense Athlon. Sie sind leicht genug für den Alltag zu Hause und stabil genug für unterwegs.


Gewicht: Warum jedes Kilogramm zählt

Ein Rollator muss regelmäßig angehoben werden, ins Auto, über Türschwellen, in den Bus. Was nach wenig klingt, wird bei täglich mehrfacher Wiederholung schnell zur Belastung. Gerade wenn die Kraft in den Armen schon etwas nachgelassen hat, ist ein leichtes Modell keine Frage des Komforts, sondern der Selbstständigkeit.

Klassische Kassenrollatoren aus Stahl oder einfachem Aluminium wiegen oft 8 bis 10 kg. Das klingt erstmal nicht viel, ist es aber, wenn du ihn täglich mehrfach heraustragen musst.

Leichtgewichtrollatoren aus hochwertigem Aluminium oder Carbon starten ab ca. 5 kg. Der rehasense Athlon SL aus Carbon bringt schon ab rund 5,2 kg auf die Waage und du merkst den Unterschied sofort.

Faustregel: Je häufiger du den Rollator transportieren oder tragen musst, desto mehr lohnt sich die Investition in ein leichteres Modell.


Die richtige Größe. Griffhöhe, Sitzhöhe, Breite

Ein schlecht eingestellter Rollator ist nicht nur unbequem. Er kann auch Haltungsschäden fördern. Deshalb gilt: Anpassen, nicht arrangieren.

Griffhöhe: Im Stand sollte dein Ellenbogen beim Halten des Griffs leicht angewinkelt sein (ca. 15–20 Grad). Zu niedrig bedeutet Rückenschmerzen, zu hoch bedeutet Schulterverspannungen.

Sitzhöhe: Wenn du dich auf den integrierten Sitz setzt, sollten deine Füße flach auf dem Boden stehen und deine Oberschenkel waagerecht liegen.

Breite: Der Rollator sollte durch alle Türen in deiner Wohnung passen. Messe das vorher nach. Standard-Innentüren haben oft nur 80 cm Durchgangsbreite; schmale Indoormodelle wie der rehasense Stylus sind hier im Vorteil.


Bereifung: Hartgummi, PU oder Softrad?

Die Räder entscheiden darüber, wie angenehm (oder nervig) das Fahren wirklich ist.

Hartgummireifen (TPE): Pannensicher, wartungsarm, gut auf glattem Untergrund. Überträgt aber mehr Erschütterungen und auf unebenem Pflaster spürst du jeden Stein.

PU-Softräder: Dämpfen Stöße deutlich besser, rollen weicher und leiser. Ideal für alle, die empfindliche Gelenke haben oder viel draußen unterwegs sind. Die Komfort-Softräder des rehasense Server und Athlon sind ein gutes Beispiel dafür, wie viel angenehmer das Fahrgefühl sein kann.

Reifengröße: Größere Räder (ab 200 mm Durchmesser) überwinden Unebenheiten leichter. Kleinere Räder machen den Rollator wendiger. Gut für enge Räume.


Faltbarkeit: Quer- oder Längsfalter?

Ob du deinen Rollator in den Kofferraum legen, in die Bahn mitnehmen oder platzsparend abstellen willst, der Faltmechanismus spielt eine große Rolle.

Querfalter klappen sich von der Seite zusammen. Sie sind weit verbreitet, aber oft weniger kompakt und brauchen mehr Kraft beim Zusammenklappen.

Längsfalter falten sich von vorne nach hinten und werden dadurch schmal wie ein Regenschirm. Sie sind deutlich handlicher, lassen sich oft mit einer Hand bedienen und passen leichter ins Auto. Die rehasense-Modelle nutzen dieses Prinzip, inklusive des praktischen „Click & Safe“-Verschlusses für sicheres Anheben.


Kassenmodell oder Premium? Was steckt dahinter?

Wenn dein Arzt einen Rollator verordnet, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für ein Standardmodell. Du zahlst dabei lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 5 bis 10 Euro. Klingt erstmal gut, aber es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest.

Was ein Kassenmodell ist: Die Krankenkasse zahlt einen sogenannten Festbetrag und stellt dir dafür ein Basismodell zur Verfügung. Dieses Modell gehört dir übrigens nicht.  Es bleibt Eigentum der Kasse oder des Sanitätshauses und muss zurückgegeben werden, wenn du es nicht mehr brauchst.

Was Stiftung Warentest dazu sagt: Der Sozialverband VdK Deutschland berichtet über einen Test der Stiftung Warentest, in dem Kassenrollatoren schlecht abschnitten. Projektleiterin Anke Scheiber fasste das Ergebnis so zusammen: Die Standardmodelle seien „groß, schwer und unhandlich“ – als Stütze geeignet, aber mit wenig Komfort darüber hinaus. Als Zweitrollator für zu Hause könnten sie passen; als treuer Alltagsbegleiter stoßen sie schnell an ihre Grenzen.

Die Alternative – wirtschaftliche Aufzahlung: Du kannst dich auch für ein höherwertiges Modell entscheiden. Die Kasse zahlt dann ihren Festbetrag als Zuschuss, die Differenz trägst du selbst. Du bekommst einen Rollator, der wirklich zu deinem Leben passt: leichter, komfortabler, besser verarbeitet.

Wenn du täglich auf deinen Rollator angewiesen bist, lohnt sich diese Investition in der Regel schnell. Ein Modell wie der rehasense Athlon, Server, Explorer oder Stylus ist kein Luxus. Es ist ein Hilfsmittel, das dir jeden Tag ein Stück mehr Lebensqualität zurückgibt.


Zubehör: Was wirklich sinnvoll ist

Ein guter Rollator lässt sich an deine Bedürfnisse anpassen. Folgendes Zubehör ist besonders praktisch:

  • Einkaufstasche oder Netz: Damit du beim Spaziergang die Hände frei hast oder deinen Einkauf komfortabel transportieren kannst.
  • Rückengurt: Für bequeme Pausen zwischendurch. Komfort-Versionen mit mehr Polsterung sind bei längeren Touren das Geld wert.
  • Stockhalter: Wenn du zusätzlich einen Gehstock oder Unterarmstütze nutzt, kannst du ihn am Rollator befestigen, wenn du ihn gerade nicht brauchst.
  • LED-Beleuchtung: Für mehr Sicherheit in der Dämmerung oder auf schlecht beleuchteten Wegen.
  • Schleppbremse: Besonders für Menschen mit Parkinson geeignet. Sie passt die Laufgeschwindigkeit des Rollators automatisch deinem Tempo an.

Unser Tipp: Probier es aus. In deiner rehability-Filiale!

Kein Text ersetzt das echte Ausprobieren. Greifhöhe, Fahrgefühl, Faltbarkeit: das alles solltest du selbst testen, bevor du dich entscheidest. In unseren rehability-Filialen nehmen wir uns viel Zeit für die Beratung und du kannst alle Modelle ausprobieren.