Nicht jede Behinderung ist sichtbar. Chronische Schmerzen, Fatigue oder Neurodivergenz sieht man von außen nicht, im Alltag spürt man sie trotzdem. Hier erfährst du, was hinter nicht sichtbaren Beeinträchtigungen steckt, was die Sonnenblume bedeutet und wie du Menschen respektvoll begegnest.

Nicht sichtbar, aber real.

Viele Beeinträchtigungen erkennt man nicht auf den ersten Blick. Dazu zählen chronische Schmerzen, Fatigue, Neurodivergenz sowie Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Wie sie sich im Alltag zeigen, ist von Person zu Person verschieden. In der gleichen Situation können zwei Menschen ganz Unterschiedliches brauchen.

Was ist das Sunflower-Lanyard?

Das Sunflower-Lanyard ist ein Umhängeband mit Sonnenblumen. Wer es trägt, zeigt freiwillig und unauffällig, dass er oder sie vielleicht mehr Zeit, Geduld oder Unterstützung braucht. Das Zeichen gehört zum Programm Hidden Disabilities Sunflower und wird zum Beispiel am Flughafen BER genutzt.

Das Lanyard ist kein Nachweis einer Behinderung. Einen Anspruch auf bestimmte Unterstützung gibt es damit auch nicht.

Wo hilft die Sonnenblume?

  • Beim Einkaufen: mehr Zeit, Geduld und verständliche Kommunikation
  • Auf Reisen: Orientierung und Rücksicht in ungewohnten Situationen
  • In Wartebereichen: Verständnis, wenn Warten besonders anstrengend ist
  • Bei Veranstaltungen: ein aufmerksamer Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Ob jemand darauf eingeht, hängt davon ab, ob die Menschen und Einrichtungen vor Ort das Symbol kennen.

Wie verhalte ich mich richtig?

  • Geduldig bleiben: Lass Menschen die Zeit, die sie brauchen.
  • Hilfe anbieten: Frag freundlich, ob Unterstützung gewünscht ist.
  • Nicht vorschnell urteilen: Niemand muss seine Diagnose erklären.
  • Selbstbestimmung respektieren: Frag nach, bevor du etwas für jemanden übernimmst, und akzeptiere ein Nein.

Inklusion bei rehability

Bei rehability sehen wir Menschen, nicht Einschränkungen. Ob jemand einen Rollstuhl, eine Orthese oder eine nicht sichtbare Beeinträchtigung hat: Selbstbestimmung, Teilhabe und Lebensqualität stehen im Mittelpunkt.

Barrierefreiheit heißt mehr als Rampen und breite Türen. Sie zeigt sich auch darin, wie wir miteinander umgehen. Barrieren abbauen müssen wir deshalb überall, die sichtbaren und die unsichtbaren.